Hintergrund

Inklusion als Aufgabe für die Kindertagesbetreuung

Mit der Unterzeichnung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung gilt für das deutsche Bildungssystem: Alle Kinder sollen gemeinsam lernen können, unabhängig von individuellen Fähigkeiten und sozialer oder kultureller Zugehörigkeit. Vielfalt darf nicht zu Hierarchien, Diskriminierung oder Ausschluss führen, sondern sollte Wertschätzung erfahren. Was bedeutet das für Kitas und Fachkräfte? weiterlesen

Teilhabe und Partizipation: Was müssen Fachkräfte dafür wissen und können?

Der Weg zu einem inklusiven und sozial gerechten Bildungssystem beginnt in der Kita: Um gute Entwicklungs- und Bildungschancen zu haben, muss sich jedes Kind im Kita-Alltag aktiv einbringen und zum Beispiel auf sein Spielen und Lernen Einfluss nehmen können. Welche Wege gibt es, Teilhabe und Partizipation in der Kita umzusetzen und was müssen Fachkräfte dafür wissen und können? Diesen Fragen geht eine Expertengruppe nach, die WiFF initiiert hat. Professorin Dr. Annedore Prengel und WiFF-Referentin Anna Gaigl haben am Rande eines Treffens im März 2016 am Deutschen Jugendinstitut versucht, erste Antworten zu finden. Videos ansehen

Dr. Tina Friderich im Video

Die Bedeutung von Mehrsprachigkeit für eine Inklusive Sprachliche Bildung

Kindertageseinrichtungen haben den Auftrag, sprachliche Bildung so zu gestalten, dass sie alle Kinder anspricht, unabhängig von ihrem Entwicklungsstand und ihren Voraussetzungen. Denn Sprachkompetenz ist für spätere schulische Leistungen und die aktive Teilhabe an der Gesellschaft entscheidend. WiFF bereitet das Thema zusammen mit Expertinnen und Experten für die Aus- und Weiterbildung von Kita-Fachkräften auf. Professorin Dr. Annick De Houwer, Professorin Dr. Iris Füssenich und WiFF-Referentin Dr. Tina Friederich berichten über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und sonderpädagogischen Maßnahmen für eine Inklusive Sprachliche Bildung. Videos ansehen

Neue WiFF-Expertise

Kindern mit klassischen Mitteln Partizipation ermöglichen

Fast alle Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt besuchen in Deutschland eine Kita. Als Bildungsorte gewinnen die Einrichtungen daher an Bedeutung, auch bei der Aufgabe, Chancengerechtigkeit in einer heterogenen Gesellschaft zu gestalten. Doch was bedeutet Bildungsteilhabe in der Kita und wie können junge Kinder dort Einfluss nehmen? Die Erziehungswissenschaftlerin und Inklusions-Expertin Annedore Prengel ist im Auftrag der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) diesen Fragen nachgegangen. Soeben erschien ihre Publikation "Bildungsteilhabe und Partizipation in der Kita". weiterlesen

WiFF-Youtube-Kanal

Youtube-Videos von WiFF

Expertinnen über Inklusion im Video-Interview

Seit Mai 2016 hat WiFF einen Youtube-Kanal. Mit Videos von WiFF-Referentinnen und Expertinnen zu den Themen Partizipation und Teilhabe sowie Inklusive Sprachliche Bildung bietet der Kanal einen Einblick in aktuelle Arbeitsschwerpunkte des Projekts. Zu sehen sind unter anderem Clips mit Annedore Prengel, Iris Füssenich und Annick de Houwer. zum Youtube-Kanal

Prof. Dr. Neumann (PINKS) zu Partizipation in Kitas

„Es geht nicht immer nur um die Kinder“

Welche Funktionen erfüllt Partizipation in der Kita? Was verstehen Einrichtungen überhaupt darunter? Ab welchem Alter ist Partizipation von Kindern sinnvoll? Professor Dr. Sascha Neumann von der Universität Fribourg berichtet im Interview mit WiFF von seiner Forschung: Gemeinsam mit seinem Team besucht er Einrichtungen mit partizipativem Konzept, um durch teilnehmende Beobachtung gute Beispiele für Partizipation im Kita-Alltag zu ermitteln. weiterlesen

WiFF-Forschung in der Kita

Welche Bedeutung hat Teilhabe für Kinder mit und ohne Behinderung?

Was bedeutet es für Kinder, den Kita-Alltag mitbestimmen und mitgestalten zu können? Wie unterscheiden sich die Möglichkeiten dazu für Kinder mit und ohne Behinderung? Und wie stellt sich dies aus Perspektive der Kinder dar? Ein Team der WiFF geht seit Frühjahr 2015 diesen Fragen im Rahmen einer qualitativen Studie nach: Durch teilnehmende Beobachtung und Videoaufzeichnungen erforschen Katja Flämig und Anna Beutin den Alltag in Kindertageseinrichtungen in Hinblick auf die Teilhabe von Kindern mit und ohne Behinderung. Erste Eindrücke aus der ethnografischen Forschung liegen vor. weiterlesen

Fallbeispiele aus der Kita-Forschung

Wie zeigen sich Teilhabe und Partizipation in der Kita?

WiFF-Referentin Katja Flämig und Professor Dr. Sascha Neumann von der Universität Fribourg stellten im Juni 2016 am Deutschen Jugendinstitut ihre aktuelle Forschung vor. Thema der Studie von WiFF ist, wie sich in deutschen Kitas Teilhabe bei Kindern mit und ohne Behinderung zeigt. Das Team um Sascha Neumann untersucht, wie Kinder in schweizerischen Einrichtungen mit partizipativem Konzept als Akteure auftreten. Anlass der Präsentationen war das zweite Treffen der Expertengruppe "Inklusion: Teilhabe und Partizipation". weiterlesen

Experten-Gremium besucht inklusive Kindertageseinrichtungen

Expertengruppe beim Besuch einer inklusiv arbeitenden Kita in Island

Kindertageseinrichtungen, die auf vorbildliche Weise Inklusion umsetzen, standen im Mittelpunkt eines dreitägigen Island-Besuchs, zu dem die "European Agency for Special Needs and Inclusive Education" Anfang Mai 2016 eingeladen hatte. WiFF-Koordinatorin Dr. Carola Nürnberg ist als eine von zwei Vertreterinnen Deutschlands in einem Experten-Gremium für Inklusive Frühe Bildung mitgereist. weiterlesen 

"In der Kita darf keine Sprache ausgeblendet werden"

Prof. Dr. Anke König weist darauf hin, was bei sprachlicher Bildung zu beachten ist

Integration durch Bildung ist eine der wichtigsten Aufgaben für Deutschland, und Sprache ist der Schlüssel dazu – das ist der Kerngedanke des Gutachtens, das der "Aktionsrat Bildung" im Mai 2016 vorgelegt hat. Für die Frühe Bildung wird unter anderem eine alltagsintegrierte Förderung der deutschen Sprache empfohlen. WiFF-Leitung Professorin Dr. Anke König rät, verschiedene Sprachen für den Spracherwerb zu nutzen: "Ansonsten laufen wir Gefahr, Kinder, die noch nicht Deutsch sprechen, stumm zu machen und damit ihre Teilhabe zu verhindern." weiterlesen

Videoclips

Die Bedeutung von Mehrsprachigkeit für eine Inklusive Sprachliche Bildung

Kindertageseinrichtungen haben den Auftrag, sprachliche Bildung so zu gestalten, dass sie alle Kinder anspricht, unabhängig von ihrem Entwicklungsstand und ihren Voraussetzungen. Denn Sprachkompetenz ist für spätere schulische Leistungen und die aktive Teilhabe an der Gesellschaft entscheidend. WiFF bereitet das Thema zusammen mit Expertinnen und Experten für die Aus- und Weiterbildung von Kita-Fachkräften auf. Professorin Dr. Annick De Houwer, Professorin Dr. Iris Füssenich und WiFF-Referentin Tina Friederich berichten über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und sonderpädagogischen Maßnahmen für eine Inklusive Sprachliche Bildung. Videos ansehen

Flüchtlingskinder in Kitas

WiFF bietet kostenfreies Fachwissen über Mehrsprachigkeit und kulturelle Vielfalt

Wie alle Familien haben Flüchtlingsfamilien in Deutschland für ihre Kinder ab dem ersten Lebensjahr Anspruch auf einen Kita-Platz. Dies gilt unabhängig vom Ausgang des Asylverfahrens sobald die Familie einer Kommune zugeordnet wurde und in einer sogenannten Erstaufnahme-Einrichtung angekommen ist. Daher werden in Kitas künftig mehr als bisher Kinder mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen aufeinandertreffen. Um den Kindern gemäß dem Konzept der Inklusion unabhängig von ihren Fähigkeiten und ihrer Zugehörigkeit gemeinsames Lernen und gleiche Chancen auf Teilhabe und Bildung zu ermöglichen, brauchen Kita-Fachkräfte spezifische Kompetenzen. Für ihre Weiterentwicklung bietet WiFF wissenschaftlich fundiertes Fachwissen, das kostenlos heruntergeladen werden kann. weiterlesen

Grundlagen für armutssensibles Handeln

Armutsbetroffene Kinder in der Kita

Um gerechte Chancen für alle Kinder zu ermöglichen stehen Kitas vor der Aufgabe, Armut und deren Risiken für die kindliche Entwicklung zu erkennen und mit bewusstem Handeln zu begegnen. Beate Hock, Gerda Holz und Marlies Kopplow haben im Auftrag der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) Informationen zu Kindern in Armutslagen zusammengestellt und geben Empfehlungen, wie armutssensibles Handeln in Kitas umgesetzt werden kann. weiterlesen

Interview mit Heinz Hilgers

"Wir brauchen eine Kultur der Vernetzung!"

2,5 der 12 Millionen Kinder in Deutschland sind von staatlichen Transferleistungen wie Sozialgeld nach Sozialgesetzbuch II, Wohngeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz abhängig. Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes und Mitglied der WiFF-Expertengruppe "Inklusion: Kinder und Familien in Armutslagen", spricht über die Risiken, denen diese Kinder ausgesetzt sind und wie Kindertageseinrichtungen benachteiligte Familien unterstützen können. weiterlesen

Publikationen und Workshop zu Partizipationskonzepten

Kinder und Familien in Armutslagen

In Deutschland lebt etwa jedes fünfte bis sechste Kind unter sechs Jahren in einem von Einkommensarmut betroffenen Haushalt. Sie und ihre Familien stehen in unserer Gesellschaft und in unserem Bildungssystem oft vor Teilhabebarrieren. Kindertageseinrichtungen nehmen als erste außerfamiliäre Bildungsinstanz eine Schlüsselposition dabei ein, Bildungsteilhabe für alle Kinder von Anfang an zu ermöglichen. WiFF hat dazu in verschiedenen Publikationen für die Aus- und Weiterbildung von Kita-Fachkräften in diesem Bereich veröffentlicht.  weiterlesen

Arbeitsheft für Lehrende und Auszubildende

Inklusion in der Ausbildung

Damit Kita-Fachkräfte inklusiv arbeiten können, müssen auch Ausbildung und Studium inklusiv gestaltet werden. Berufsfachschulen, Fach- und Hochschulen sowie Weiterbildungsanbieter sind deshalb gefordert, ihre Strukturen, Konzepte und Curricula zu reflektieren und zu verändern. Ein Arbeitsheft von Christin Haude und Sabrina Volk von der Universität Hildesheim stellt Ansatzpunkte für eine diversitätsbewusste Ausbildungs- und Studiengestaltung vor und bietet Lehrenden sowie den Nachwuchskräften ein Instrument zur Selbstevaluation. Das Arbeitsheft ging aus dem Forschungsprojekt "Diversity in der Ausbildung frühpädagogischer Fachkräfte" hervor, das zur Förderlinie "Ausweitung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (AWiFF)" gehört.

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung

Wie inklusive Konzepte die Qualität von Kitas steigern können

In einem Beitrag für die Fachzeitschrift "Diskurs Kindheits- und Jugendforschung" stellen WiFF-Referentinnen Tina Friederich und Dr. Regine Schelle anhand von sechs Schlüsselprozessen dar, wie Qualitäts- und Inklusionsentwicklung in Kitas verbunden werden können.

Schelle, Regine/Friederich, Tina (2015): Weiterentwicklung pädagogischer Qualität durch inklusive Frühpädagogik: Eine Analyse der Schlüsselprozesse in Kitas: In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 10. Jhg., 1/2015, S. 67-80.

Deutsche UNESCO-Kommission

Anke König in den Expertenkreis "Inklusive Bildung" berufen

Inklusive Bildung in Deutschland zu fördern ist Anliegen der Deutschen UNESCO-Kommission. Sie hat dafür 30 Akteurinnen und Akteuren der inklusiven Bildung in einen Expertenkreis berufen, zu dem seit Mai 2015 auch WiFF-Leitung Professorin Dr. Anke König gehört. Ziel des Expertenkreises ist, das Konzept der inklusiven Bildung in die Breite zu tragen und den Prozess hin zu einem inklusiven Bildungssystem zu unterstützen. weiterlesen

WiFF-Reihe

Inklusion im Bildungssystem: Impulse aus der Frühpädagogik

Sprachlicher Bildung kommt eine zentrale Rolle dabei zu, allen Kindern gemeinsames Lernen ermöglichen, unabhängig von individuellen Fähigkeiten und sozialer oder kultureller Zugehörigkeit. Denn Teilhabe an Bildung und Gesellschaft wird erst durch eine gemeinsame Kommunikation möglich. Welche Herausforderungen eine Inklusive Frühpädagogik an Kitas und Fachkräfte stellt, thematisiert das Buch "Inklusion durch Sprachliche Bildung – Neue Herausforderungen im Bildungssystem", das ab sofort im Buchhandel erhältlich ist. weiterlesen

Wegweiser Weiterbildung

Kulturelle Heterogenität in Kitas

In der Kita treffen Kinder mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen aufeinander. Band 5 der Reihe Wegweiser Weiterbildung beschreibt, welche Kompetenzen Fachkräfte benötigen, um mit kultureller Heterogenität in der Praxis professionell umzugehen. Die Publikation enthält einen fachwissenschaftlichen Hintergrundartikel, ein Kompetenzprofil sowie Empfehlungen zur Umsetzung kompetenzorientierter Weiterbildungen für Kita-Fachkräfte.  weiterlesen

Wegweiser Weiterbildung

Kinder mit Behinderung

Rund 3% aller Kinder unter sieben Jahren in Kitas haben einen nachgewiesenen Förderbedarf und erhalten Eingliederungshilfe. Welche Kompetenzen benötigen Fachkräfte, um Bildungsangebote für Kinder mit und ohne Behinderung zu schaffen? Dies beschreibt Band 6 der Publikationsreihe Wegweiser Weiterbildung, den WiFF gemeinsam mit Expertinnen und Experten erstellt hat. Die Reihe unterstützt die Konzeption Weiterbildungen für Kita-Fachkräfte zu aktuellen frühpädagogischen Themen. weiterlesen

Timm Albers im Gespräch mit dem Deutschlandfunk

Inklusion in Kitas

Seitdem der Begriff der Inklusion auch in Deutschland angekommen ist, wird auf ganz unterschiedlichen Ebenen debattiert, wie Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen können. Doch Inklusion beginnt nicht erst im Schulalltag. Die UN-Behindertenrechtskonvention bringe eine unheimliche Dynamik, sagt Prof. Dr. Timm Albers von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Er war einer der Referenten auf dem WiFF- Bundeskongress "Kompetent für Inklusion" in Berlin.
Zum Interview

Veranstaltung

WiFF-Bundeskongress "Kompetent für Inklusion"

Am 17. und 18. Oktober 2013 diskutierten in Berlin 185 Referentinnen und Referenten sowie Anbieter von Weiterbildungen, welche Herausforderungen eine inklusive Pädagogik an Kita-Fachkräfte stellt, welche Wege zu einer inklusiven Praxis möglich sind und welche Rolle Weiterbildung dabei spielt. weiterlesen

Forschung

Kulturelle Vielfalt im Team

Das Potential qualifizierter Migrantinnen und Migranten bleibt in Kitas ungenutzt. Unter den Fachkräften gibt es nur wenige mit einem Zuwanderungshintergrund. Die Gründe dafür erforschte ein AWiFF-Projekt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. weiterlesen

Publikationen

Inklusion
Bildungsteilhabe und Partizipation in Kindertageseinrichtungen

Fast alle Vier- bis Sechsjährigen in Deutschland besuchen heute eine Kindertageseinrichtung. Auf... mehr

Inklusion
Erfolgreicher Übergang vom Elementar- in den Primarbereich

Der Übergang von der Kindertageseinrichtung in die Grundschule bedeutet für Kinder wie auch für deren Eltern... mehr

Inklusion
Inklusion und Übergang von der Kita in die Grundschule: Kompetenzen pädagogischer Fachkräfte

Beim Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Grundschule greifen Selektionskriterien, die es nicht... mehr