Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte

In Deutschland besuchen fast alle Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren und zunehmend auch jüngere eine Kindertageseinrichtung. Damit hat sich die Kita als einflussreicher Bildungsort etabliert. Hier wird der Grundstein für Teilhabe gelegt. Die  Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) verfolgt das Ziel, die Kita bzw. die Elementarpädagogik als Basis des Bildungssystems zu stärken.

Um dies zu erreichen, muss die Qualität der pädagogischen Arbeit weiterentwickelt werden. Schlüssel dazu ist die Professionalisierung der Fachkräfte. Der Ausbau an Plätzen für Kinder in den ersten drei Lebensjahren und die Forderung nach einem inklusiven Bildungssystem bieten dazu neue Möglichkeiten. Denn nur mit ausdifferenzierten Berufsprofilen und verschiedenen Verantwortlichkeiten werden Fachkräfte in Zukunft die vielfältigen Aufgaben am Bildungsort Kita mit hoher Qualität erfüllen können.

Die Weiterbildungsinitiative fördert die Professionalisierung der Fachkräfte auf unterschiedlichen Wegen:

  • Das Projekt stellt Fachwissen zu aktuellen Themen der Frühpädagogik zur Verfügung.
  • Es fördert die berufsbegleitende, kompetenzorientierte Weiterbildung und beobachtet und analysiert den laufenden Professionalisierungsprozess
  • Es engagiert sich für eine bessere Verzahnung von beruflich und hochschulisch erworbenen Kompetenzen, damit Bildungswege anschlussfähig werden können.
  • Es bezieht die Akteure der Aus- und Weiterbildung, die Fachpolitik inklusive Träger und Verbände sowie die Wissenschaft ein. Auf diese Weise hält WiFF den Diskurs über Qualität in der Kindertagesbetreuung lebendig.

Die Weiterbildungsinitiative wurde 2009 gegründet und ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts. WiFF wird aus Mitteln des BMBF gefördert.

Gremien

Die Weiterbildungsinitiative agiert in enger Abstimmung mit den Projektpartnern sowie dem WiFF-Beirat.

Beirat

Zwei Mal pro Jahr tagt der WiFF-Beirat, der das Projekt fachlich berät.

Die Mitglieder diskutieren die Arbeit von WiFF vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes, der fachpolitischen Entwicklungen sowie der Anforderungen aus der Praxis und geben Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Damit bringen sie ihre beruflichen Perspektive und  Informationen aus ihrem Arbeitsfeld in das Projekt ein. Umgekehrt vermitteln sie Ergebnisse der WiFF in ihren Zuständigkeitsbereich.

Dem Beirat gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Fachpolitik an: Professorinnen und Professoren der Frühpädagogik sowie verwandter Disziplinen, Vertreterinnen und Vertreter der Länderministerien, der Wohlfahrtsverbände, der kommunalen Spitzenverbände, der Gewerkschaften und der Wirtschaft.  Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Robert Bosch Stiftung und das Deutsche Jugendinstitut nehmen als Kooperationspartner an den Sitzungen des Beirats teil.