Förderung durch den Bund

Aufstiegsstipendium

  • Für ein Erststudium in Vollzeit oder ein berufsbegleitendes erstes Studium
  • Das Studium muss an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule aufgenommen werden (Deutschland; Schweiz; EU-Land)
  • Im Vollzeitstudium werden monatlich 670 Euro plus 80 Euro Büchergeld erstattet, eine Betreuungspauschale für Kinder unter 10 Jahren kann beantragt werden
  • Für das berufsbegleitenden Studium können 2.000 Euro jährlich erhalten werden
  • Informationen gibt es bei der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung

Bildungsgutschein

  • Für Arbeitslose, Berufsrückkehrende, Beschäftigte mit drohender Kündigung oder auslaufendem Arbeitsvertrag
  • Für berufliche Weiterbildungen, die eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt wahrscheinlicher machen
  • Die Arbeitsagentur übernimmt alle Kosten der Weiterbildung
  • Informationen erhalten Sie bei der Arbeitsagentur am jeweiligen Wohnort

Bildungsprämie: Prämiengutschein

  • Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (auch in Mutterschutz, Eltern- oder Pflegezeit) oder Selbstständige über 25 Jahre mit einem zu versteuernden Einkommen bis 20.000 Euro
  • Für berufliche Weiterbildung im Wert von bis zu 1.000 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) – keine betriebliche Schulung
  • Der Gutschein deckt die Hälfte der Kosten (max. 500 Euro)
  • Informationen erhalten Sie bei ausgewiesenen Beratungsstellen und beim Bundesministerium für Bildung und Forschung

Bildungsprämie: Spargutschein (Weiterbildungssparen)

  • Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die über den Betrieb vermögenswirksame Leistungen ansparen und diese für Weiterbildung verwenden wollen, Arbeitslose, Berufsrückkehrende und Selbstständige mit einem solchen Guthaben nach dem Vermögensbildungsgesetz
  • Längere und kostenintensive Weiterbildungen
  • Fließt das Geld in Weiterbildung, kann das Geld aus dem Sparguthaben vorzeitig entnommen werden und der Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage bleibt dennoch erhalten
  • Mit dem Prämiengutschein kombinierbar
  • Informationen gibt es bei der eigenen Bank bzgl. der Konditionen für eine vorzeitige Geldentnahme und beim Bundesministerium für Bildung und Forschung

Meister-BAföG / Aufstiegs-BAföG (Novellierung des AFBG zum 01. August 2016)

  • Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Berufsrückkehrende und Selbstständige mit einer Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung, ggf. Arbeitslose in Abstimmung mit der jeweiligen Arbeitsagentur
  • Altersunabhängige, finanzielle Unterstützung bei der Teilnahme an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung – etwa zur Meisterin oder zum Meister, Technikerin oder Techniker, Fachwirtin oder Fachwirt oder Erzieherin oder Erzieher durch das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).
  • Abhängig vom Einkommen kann ein Beitrag zu den Kosten der Fortbildung erhalten werden.
  • Zusätzlich kann bei Vollzeitmaßnahmen ebenfalls einkommensabhängig ein Beitrag zum Lebensunterhalt erhalten werden.
  • Aufstiegsfortbildungen (z.B. Fachwirt/in) und Lehrgänge (keine Hochschulabschlüsse) mit mindestens 400 Unterrichtsstunden (Teilzeit/Vollzeit)
  • Kombination aus Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
  • Informationen gibt es bei den Ämtern für Ausbildungsförderung am jeweiligen Wohnort und beim Bundesministerium für Bildung und Forschung

Weiterbildung gering Qualifizierter und älterer Arbeitnehmer in Unternehmen (WeGebAU)

  • Gering Qualifizierte ohne Berufsabschluss oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihren erlernten Beruf seit mindestens vier Jahren nicht mehr ausüben sowie Beschäftigte kleiner und mittlerer Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; auch Arbeitgeber können Zuschüsse erhalten
  • Weiterbildungen, die zu anerkannten Berufsabschlüssen oder berufsanschlussfähigen Teilqualifikationen führen
  • Die Arbeitsagentur übernimmt für Beschäftigte kleiner und mittlerer Unternehmen die Kosten teilweise und für Geringqualifizierte voll
  • Informationen gibt es bei der Arbeitsagentur am jeweiligen Wohnort

Weiterbildungsstipendium

  • Für Fachkräfte unter 25 Jahren mit abgeschlossener Berufsausbildung und besonderen Leistungen in Ausbildung oder Beruf (z.B. Note 1,9), Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Arbeitslose oder Selbstständige (im Falle von Elternzeit oder Freiwilligendienst kann sich die Altersgrenze um bis zu 3 Jahre verschieben)
  • Fachbezogene, berufliche Weiterbildungen (z.B. Fachwirt), aber auch fächerübergreifende Qualifizierungen oder ein berufsbegleitendes Studium (bestimmte Voraussetzungen)
  • Bis zu 6.000 Euro auf drei Jahre verteilt (2.000 Euro pro Jahr mit 10 Prozent Eigenanteil)
  • Informationen zu Ausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz oder Handwerksordnung gibt es bei den zuständigen Stellen (Unterzeichnende des Ausbildungsvertrages), bei Berufen im Gesundheitswesen ist die Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung zuständig