Miriam Brandtner

ist als Referentin für Qualitätsmanagement an der Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung gGmbH tätig. Dort beschäftigt sie sich mit der (Weiter-)Entwicklung von Qualifizierungsangeboten zur frühen naturwissenschaftlichen Bildung: Pädagogische Fach- und Lehrkräfte sollen bestmögliche Weiterbildungsangebote erhalten, sodass sie Kinder schon frühzeitig motivieren können, sich mit Naturwissenschaften auseinanderzusetzen. In ihrem Dissertationsvorhaben untersucht Brandtner, wie sich frühkindliche naturwissenschaftliche Interessen aus einer Beobachtungsperspektive erfassen lassen.


Warum ist naturkundliche/naturwissenschaftliche Bildung in der Kita wichtig, welche Chancen sehen Sie?


Kinder begegnen ihrer Umwelt offen, unvoreingenommen und neugierig. Darin sehe ich eine wesentliche Chance, naturwissenschaftsbezogenes Interesse frühzeitig aufzubauen. Dafür muss den Kindern in der Kita ermöglicht werden, vielfältige Erfahrungen mit naturwissenschaftlichen Themen und Fragestellungen weitgehend zweckungebunden, selbständig und ergebnisoffen zu sammeln.


Welchen Aspekt der naturkundlichen/naturwissenschaftlichen Bildung möchten Sie in der Expertengruppe stark machen?


Den Aspekt der interessensbasierten Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Themen und Phänomenen. Meines Erachtens ist für eine langfristige freudvolle Auseinandersetzung unerlässlich, dass die Kinder ihre eigene Neugier ausleben und Möglichkeiten erhalten, ihre individuellen Fragen an die Natur selbständig zu beantworten.


Welches Phänomen der Natur bzw. der Naturwissenschaften fasziniert Sie persönlich am meisten?

Regenbögen faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Ich finde es einfach bemerkenswert, wie dieses beeindruckende Farbenspiel gefühlt aus dem Nichts heraus entsteht.


Welchen Bezug hatten Sie als Kind zu naturkundlichen/naturwissenschaftlichen Themen – gibt es ein Schlüsselerlebnis?


Ich habe als Kind gerne Zeit im Garten meiner Großeltern verbracht und sie beim Anlegen und Pflegen verschiedenster Beete oder beim Ernten von Obst- und Gemüse begleitet. Ein Schlüsselerlebnis als solches hatte ich allerdings nicht.