Eva von Löbbecke

erforscht seit über zehn Jahren gemeinsam mit Kindern und pädagogischen Fachkräften unsere Lebenswelt und führt aktuell in zwei Kitas langfristige Inhouse-Fortbildungen nach dem Modell der Kognitiven Meisterlehre durch. Sie ist Referentin für naturwissenschaftliche Fortbildungen, die sich an Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschullehrerinnen und -lehrer richten. Darüber hinaus unterrichtet sie Naturwissenschaften in einer Berufsfachschule und ist Lehrbeauftragte für MINT in der Frühpädagogik an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest.


Warum ist naturkundliche/naturwissenschaftliche Bildung in der Kita wichtig?


Kinder zeigen im Kindergartenalter ein großes Interesse an der Natur. Dieses Interesse kann früh gefördert werden. Das finde ich insbesondere bei Mädchen wichtig, denn nach meinen Erfahrungen lässt das Interesse an Naturwissenschaften bei ihnen schon mit Beginn der Grundschulzeit nach.


Welchen Aspekt der naturwissenschaftlichen Bildung möchten Sie in der Expertengruppe stark machen?


Im Zentrum sollten immer die Fragen der Kinder stehen. Diese gilt es zu erkennen, denn sie werden nicht immer sprachlich ausgedrückt. Die pädagogischen Fachkräfte müssen dazu befähigt werden, Kinderfragen zu erkennen und dabei zu unterstützen, naturwissenschaftlich korrekte und dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechende Antworten zu finden.


Welches Phänomen der Natur fasziniert Sie persönlich am meisten?

Mich fasziniert Licht am meisten – und hier besonders der Regenbogen.


Welchen Bezug hatten Sie als Kind zu naturkundlichen/naturwissenschaftlichen Themen – haben Sie sich dafür interessiert, wurden Ihnen diese nähergebracht?


Als Kind habe ich mich – ganz klassisch – für Biologie interessiert, begünstigt durch meine Mutter, die jede Pflanze kannte und meine Großmutter, die eine große Tierfreundin war. Die "harten" Naturwissenschaften blieben – ebenfalls klassisch – meinen Brüdern vorbehalten.