Dr. Eva Born-Rauchenecker

arbeitet am Deutschen Jugendinstitut im Projekt "LuPe – Lehr- und Praxismaterial für die Erzieherinnenausbildung", das von der Deutsche Telekom Stiftung gefördert wird. Das Projektteam entwickelt gemeinsam mit Fachschullehrkräften Material zum Thema alltagsintegrierte naturwissenschaftliche Bildung, das für die Qualifizierung angehender Fachkräfte eingesetzt werden kann.


Welchen Aspekt möchten Sie in der Expertengruppe stark machen?


Der Schwerpunkt liegt in LuPE auf der alltagsintegrierten Begleitung kindlicher Interessen im Bereich Natur/Naturkunde/Naturwissenschaften. Dies erfordert auf Seiten der Fachkräfte unterschiedliche Kompetenzen, u.a. einen "erkennenden Blick" auf das Bildungspotenzial einer Alltagssituation. Eine zentrale Frage ist daher für mich, wie zukünftige Fachkräfte ihr eigenes "Naturwissen" identifizieren können, um es als Ausgangspunkt für die professionelle Arbeit in der Kita nutzen zu können.


Warum ist das Thema in der Kita wichtig?


Das Aufgreifen naturkundlicher/ naturwissenschaftlicher Bildung in der Kita bietet Fachkräften die Chance, den vielfältigen Interessen von Kindern gerecht zu werden und deren Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.


Welches Phänomen der Natur bzw. der Naturwissenschaften fasziniert Sie am meisten?


Derzeit fasziniert mich der Wirtswechsel des kleinen Leberegels. Darüber habe ich schon einiges gelesen, zuletzt in dem netten Buch "Pfoten hoch: Die cleversten Killer der Natur" von Markus Bennemann.


Welchen Bezug hatten Sie als Kind zu naturkundlichen/ naturwissenschaftlichen Themen?


Ich hatte viele Gelegenheiten, Natur und Naturgesetze zu erleben: Ich habe beispielsweise viele Stunden im Wald verbracht oder beim Schaukeln Grenzen entdeckt – keinen Überschlag geschafft.