Professorin Dr. Jutta Lindert

forscht und lehrt als Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Hochschule Emden/Leer. Gesundheitsförderung ist ein Teilbereich ihres Fachgebiets, mit dem sie sich schon seit vielen Jahren befasst. 


Welchen Aspekt von Gesundheitsförderung möchten Sie in der Expertengruppe stark machen?


Für mich ist die Evidenzbasierung der Gesundheitsförderung wichtig. Das heißt, wir brauchen dringend robuste Daten, die uns zur Gesundheit und zu den Gesundheitsrisiken von Kindern verlässlich Auskunft geben.


Vor welchen Herausforderungen stehen Kitas?


Ich sehe Gesundheitsförderung als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Kindertageseinrichtungen sollten nicht alleine dafür verantwortlich sein.


Was gelingt im Bereich der Gesundheitsförderung in Kitas bereits gut, wo sehen Sie Entwicklungsbedarfe?

Ich sehe insbesondere bei der erwähnten Evidenzbasierung Entwicklungspotenzial.


Wie können Kitas zu Orten werden, die Gesundheit fördern? Welche Unterstützung benötigen sie hierfür?


Nach meiner Einschätzung, profitieren Kitas von der Einbettung in interdisziplinäre Netzwerke. Gesundheitsförderung kann dann gelingen, wenn verschiedene Disziplinen und Sektoren zusammenarbeiten. Zudem brauchen wir Daten und Wissen welche Maßnahmen nachhaltig die Gesundheit von Kindern und ihren Eltern fördern können. Handlungen ohne eine stabile Datengrundlage sollten dagegen vermieden werden.