Constanze Ott

leitet seit 2011 die Katholische Fachschule für Sozialpädagogik in Freiburg.


Warum ist ein starker Bezug zum Praxisfeld für die frühpädagogische Ausbildung wichtig?


Grundsätzlich sollte die Verzahnung von Theorie und Praxis wesentlicher Inhalt in jeder Ausbildung sein. Damit der Transfer gelingt, müssen Unterrichtsinhalte in der Praxis als relevant erkannt und operationalisiert werden.


Was funktioniert gut bei der Kooperation der Lernorte Fachschule und Kitapraxis? Was muss in der Zusammenarbeit verbessert werden?


Die Verzahnung beider Lernorte ermöglicht eine gezieltere Ausbildung und unterstützt das selbsttätige Lernen der Schülerinnen und Schüler. Oftmals sind es systemimmanente Hürden, die einer gelungenen Kooperation im Weg stehen. Wir arbeiten mit unseren Einrichtungen daran, wie wir unsere jeweiligen Stärken in die Zusammenarbeit einbringen und gegenseitig wertschätzen.


Welche Bedeutung hat die Interaktion im Kita-Team und der kollegiale Austausch für das Mentoring der Nachwuchskräfte?

Die in der Ausbildung vorgesehenen wöchentlichen Anleitungsgespräche sind sehr wichtig. Unsere Schülerinnen und Schülern achten bei der Auswahl der Praktikumsplätze genau darauf, welchen Stellenwert diese Gespräche haben. Anders formuliert: Kitas die Berufseinsteigerinnen und -einsteiger kompetent begleiten, können sich auf dem harten Arbeitsmarkt profilieren.


Was bräuchte es, damit der Lernort Praxis als gleichberechtigte Ausbildungsinstanz neben der Schule bestehen kann? 


Wir bieten an unserer Fachschule Anleitungstreffen an, die von den Einrichtungen sehr gut angenommen werden. Insbesondere seit der Einführung der praxisintegrierten Ausbildung PiA). Zudem haben wir mit Partnerschulen eine Fortbildung für die Anleiterinnen und Anleiter weiterentwickelt, in die viele gute Inputs aus der Praxis eingeflossen sind.