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Newsletter

WiFF Newsletter vom 13.05.2009

Wieviel "Saya" braucht es in der Frühpädagogik?

Saya bei der ersten Präsentation an einer Grundschule in Tokio, Quelle: REUTERS/Issei Kato

Liebe Leserinnen und Leser,

wer von Ihnen in den vergangenen Tagen die Presse besonders aufmerksam verfolgt hat, kennt die japanische Antwort auf den pädagogischen Fachkräftemangel an dortigen Grundschulen – sie lautet: „Saya“.

"Saya" ist ein humanoider Roboter. Er soll nicht nur die Erscheinung einer menschlichen Lehrerin, sondern auch deren Aufgaben und Pflichten im Klassenzimmer ersetzen. Absurd aber wahr und für die Japaner kein Grund zur besonderen Besorgnis. Kein Wunder, hier werden bereits Orchester von Robotern dirigiert und Kranke von eben solchen gepflegt.

Aber mal ehrlich: Wie inspirierend oder gar innovativ finden Sie persönlich die Vorstellung „humanoider Pädagogik“ an unseren Bildungseinrichtungen?

Wir können Sie beruhigen. Im Team WiFF sind wir Mensch genug geblieben, um die japanische Bildungsinnovation „Saya“ nicht ernsthaft als Alternative im Kontext des frühpädagogischen Fachkräftemangels aufgreifen zu wollen. Es gibt Themen, die uns zur Zielerreichung der WiFF wahrlich gehaltvoller und viel versprechender erscheinen.

Mit diesem Newsletter möchten wir Sie darum kurz über den aktuellen und von Menschenhand geschaffenen Arbeitstand in der WiFF informieren. Wir freuen uns jederzeit über Ihre Anregungen, Ergänzungen und Hilfen, die uns gemeinsam weiter zum Ziel führen können.

Mit besten Grüßen,

Die ersten SchulleiterInnenbefragungen starten im Mai

Für die  repräsentative, bundesweite Befragung der Schulleiter und Schulleiterinnen der Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik in Deutschland wurde eine zufällige Stichprobe von 80 Schulen aus allen Fachschulen und Fachakademien in Deutschland gezogen. 

Ab Mitte Mai wird in den ersten Bundesländern mit der Durchführung der Interviews begonnen. Ergänzend zu den Interviews an Fachschulen werden 14 weitere Interviews an Berufsfachschulen für Kinderpflege bzw. Sozialassistenz durchgeführt.

Wesentliche Themenblöcke des Interviews beziehen sich auf:

    <li>die Entwicklung, Lage und Zukunft der Erzieherinnen- und Kinderpflege- bzw. Sozialassistentinnenausbildung angesichts wachsender Ansprüche an die Qualifikation der Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen,

    </li><li>die Positionierung der Fachschulausbildung zwischen Berufsfachschule und Hochschule im Spiegel der aktuellen Akademisierungsbestrebungen im frühpädagogischen Bereich,

    </li><li>die vertikale und horizontale Durchlässigkeit und die Anschlussfähigkeit der Erzieherinnenausbildungen an das Hochschul- und Weiterbildungssystem sowie

    </li><li>den Stellenwert von Fort- und Weiterbildung für die Weiterqualifizierung der Fachkräfte. </li>

Erste Auswertungen und Ergebnisse aus der Erhebung können Sie ab Herbst 2009 auf unserer Homepage lesen. Einen Überblick über das gesamte Erhebungsprogramm in der WiFF finden Sie hier.

Aktuelle Recherchen in der WiFF

Transparenz im Feld der frühpädagogischen Weiterbildung herzustellen, ist eines der wesentlichen Ziele der WiFF. Zur Zeit arbeiten wir an einem ersten Feldüberblick, den wir im Sommer 2009 als Ergebnis von Internetrecherchen zur Ergänzung und Vervollständigung online stellen wollen.

Zur leichteren operativen Handhabung dieses Unterfangens hat jedes WiFF-Teammitglied die Rechercheverantwortung für ein bis zwei Bundesländer übernommen. Auf der Seite WiFF-Team auf unserer Homepage können Sie nachvollziehen, wie die Verantwortlichkeiten im Team verteilt wurden.

Wenn Sie uns von Modellprojekten, Kooperationen, Akteuren, Institutionen, besonderen gesetzlichen Regelungen oder Weiterbildungsanbietern im Feld der Frühpädagogik berichten wollen, nutzen Sie bitte die Formularvorlagen auf den jeweiligen Länderseiten der Aus- und Weiterbildungslandschaft.

Expertise zur Qualitätsdebatte zu vergeben

Im Rahmen unserer Recherchen haben wir festgestellt, dass im Feld der frühpädagogischen Weiterbildung wenig Übereinstimmung über notwendige Qualitätsstandards und -konzepte besteht.

Insgesamt ist unklar, welche Qualitätsentwicklungsverfahren und -konzepte in der Praxis der Weiterbildung für frühpädagogische Fachkräfte umgesetzt werden, die über eine reine Abfrage der Teilnehmerzufriedenheit hinausgehen.

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen vergeben wir eine Expertise, die aktuelle Qualitätskonzepte in der Weiterbildung für frühpädagogische Fachkräfte diskutiert und deren Auswirkungen für die Arbeit der Weiterbildungsanbieter prüft.

Akademisierung in KiTa´s - Schein oder Sein?

Kirsten Fuchs-Rechlin von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik
an der Universität in Dortmund hat sich mit Fragen zur Akademisierung von Fachkräften an Kindertageseinrichtung in Deutschland beschäftigt. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des Informationsdienstes "KomDat Jugendhilfe – Kommentierte Daten der Jugendhilfe" erschienen.

Dieses sind die wesentlichen Ergebnisse ihrer Auswertung:

    <li>Akademisierung in Kindertageseinrichtungen fand in den letzten Jahren vor allem bei den Leitungskräften statt.

    </li><li>Bei der Akademisierungsquote bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.

    </li><li>Die östlichen Bundesländer holen im Hinblick auf die Einstellung hochschulausgebildeter Fachkräfte auf.
    </li>

Vertiefende Hintergrundinformationen zu den Ergebnissen und den Vollartikel von Kirsten Fuchs-Rechlin finden Sie hier.

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Dieser Newsletter wird herausgegeben von der

Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte


Redaktion
Silvia Hartmann

Deutsches Jugendinstitut e.V.
Nockherstr. 2
D-81541 München
Telefon: (089) 62306-228
Fax: (089) 62306-162
E-Mail: info@dji.de
Internet: www.dji.de

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Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)
Deutsches Jugendinstitut e. V.
Nockherstr. 2, 81541 München

Redaktion
Annemarie Schuldt
info@weiterbildungsinitiative.de

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