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Unser Beitrag zur Qualitätssicherung in der beruflichen Fort- und Weiterbildung

Unser Beitrag zur Qualitätssicherung in der beruflichen Fort- und Weiterbildung

Angelika Diller, Projektleitung WiFF
 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Qualität ist bekanntermaßen ein beliebiges Konstrukt. Ob "gute" oder "schlechte" Qualität vorliegt ist, – salopp formuliert – Auslegungssache und in erster Linie abhängig von den Kriterien, nach denen Qualität bemessen werden soll. Die  „nationale Qualitätsinitiative im System der Kindertageseinrichtungen“ hat  Ende der neunziger Jahre eine breite Qualitätsdiskussion und die Entwicklung unterschiedlicher Qualitätskonzepte initiiert. Im Vergleich dazu wurde die Qualitätsentwicklung in der berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildung vernachlässigt und führte zur bekannten und kritisierten Qualitätsbeliebigkeit. Diese wird dem gestiegenen Stellenwert der berufsbegleitenden Weiterbildung nicht mehr gerecht. In der WiFF entwickeln wir in verschiedenen Expertengruppen und Kooperationen Konzepte und Materialien, die zur Qualitätssicherung in der Weiterbildung beitragen sollen.  Die unterschiedlichen Beiträge der WiFF zu mehr Qualität in der Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte werden wir auf dem WiFF-Fachkongress am 25. Mai 2011 in Berlin präsentieren und zur Diskussion stellen. Dazu sind Sie herzlich eingeladen.

Mit besten Grüßen

Tagungsprogramm
 

Von Beliebigkeit zu Verbindlichkeit - Qualität in der Fort- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte

So lautet das Motto der kommenden WiFF-Fachtagung
am 25. Mai 2011 in Berlin.

Frühpädagogische Fachkräfte leisten in den Kindertageseinrichtungen einen wichtigen Beitrag für das Aufwachsen der nachkommenden Generationen. Zur Unterstützung ihrer fachlichen Arbeit brauchen sie berufsbegleitende Qualifizierungsangebote, die veränderte fachliche Anforderungen aufgreifen und vorhandene Basisqualifikationen ergänzen. Mit dem gestiegenen Stellenwert berufsbegleitender Weiterbildung sind auch die Anforderungen an die Qualität der Angebote und Anbieter deutlich gestiegen. Vor diesem Hintergrund möchte WiFF gemeinsam mit Kooperationspartnern zur Qualitätssteigerung berufsbegleitender Weiterbildung beitragen. Zentrale Projektergebnisse, z.B. die Erarbeitung themenspezifischer Kompetenzprofile, arbeitsfeldübergreifende Qualitätsempfehlungen und die „Wegweiser Weiterbildung“, werden auf der Fachtagung präsentiert und zur Diskussion gestellt. Durch die Tagung führt die Moderatorin Pia Theresia Franke.

Zur Tagung eingeladen sind:
Referentinnen und Referenten sowie Träger von Weiterbildungseinrichtungen, pädagogische Fachkräfte, Fachberatungen und Leitungen, Einrichtungsträger sowie Akteure der Fachpolitik und Fachwissenschaft. Anmeldungen zur Fachtagung werden nur online angenommen.

Sie können sich ab sofort über den folgenden Link anmelden:
www.weiterbildungsinitiative.de/fachtagung-qualitaet

Tagungsprogramm als PDF

Neue WiFF-Expertengruppe zum Thema „Inklusive Frühpädagogik im Kontext von Migration" gegründet

Am 28. Januar 2011 tagte die Expertengruppe „Inklusive Frühpädagogik im Kontext von Migration" zum ersten Mal in einer konstituierenden Sitzung. Die Mitglieder aus Wissenschaft, Praxis und Fachpolitik haben auf dieser Sitzung Konzeption und Vorgehen für die Erstellung der "Wegweiser Weiterbildung" kennengelernt und sind in die thematische Diskussion eingestiegen. Grundlage hierfür war ein Vortrag von Annika Sulzer, die zu diesem Thema eine Expertise für WiFF verfasst.

Im Aufgabenfeld „Qualifizierungsbereiche und Kompetenzen“ arbeiten zur Zeit vier Expertengruppen zu unterschiedlichen Themen der frühpädagogischen Weiterbildung. Die dritte Sitzung der Expertengruppe „Zusammenarbeit mit Eltern“ fand am 14. Januar 2011 statt. Gegenstand der Sitzung war die Weiterentwicklung des Kompetenzprofils und die Vergabe von weiterführenden Expertisen.

Die Expertengruppe „Elementardidaktik/Rolle der Fachkraft" tagt am 17./18. Februar 2011 zum vierten Mal. Auch hier steht das Kompetenzprofil im Zentrum des Treffens. Vor dem Hintergrund des Kompetenzprofils wird außerdem ein exemplarisches Weiterbildungsangebot diskutiert, das den Nutzen des Profils für die Konzeption eines Angebotes illustriert.

Die Expertengruppe "Kinder in den ersten drei Jahren" und „Sprachförderung“ haben Ende 2010 ihre Arbeit beendet. Die "Wegweiser Weiterbildung", die das Ergebnis der Arbeit in den Expertengruppen sind, befinden sich im Redaktionsprozess und werden in den nächsten Wochen in die Herstellung gehen. Auf der Fachtagung „Von Beliebigkeit zu Verbindlichkeit - Qualität in der Fort- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte“ am 25. Mai 2011 in Berlin werden sie in zwei Foren der Fachöffentlichkeit ausführlich vorgestellt.

Vorgestellt: Neuerscheinungen der WiFF

 

WiFF Kooperation Nr.1:
Autorengruppe Fachschulwesen: Qualifikationsprofil „Frühpädagogik“ – Fachschule / Fachakademie

Die Arbeitsgruppe hat das vorliegende Qualifikationsprofil in eigener fachlicher Verantwortung erarbeitet. Expertinnen und Experten von Fachschulen , Vertreterinnen und Vertreter der Bundesvereinigungen öffentlicher und privater Ausbildungsstätten sowie ein Vertreter eines Kultusministeriums haben diese Arbeitsgruppe gemeinsam gestaltet. Es ist das Ziel der Arbeitsgruppe, ein berufsdidaktisch fundiertes Qualifikationsprofil für frühpädagogische Fachkräfte, die auf dem Niveau der Fachschule ausgebildet werden, zu beschreiben. Darüber hinaus soll eine konsequente Kompetenzorientierung der länderspezifischen Ausbildungscurricula gefördert und eine verbindliche Grundlage für die länderspezifischen Ausbildungen gelegt werden.

 

WiFF Studie Nr. 7:
Katja Flämig: Kooperation von Schulen und Praxisstätten in der Ausbildung frühpädagogischer Fachkräfte Ergebnisse einer Interviewstudie mit Schulleitungen

Fachschulen/Berufsfachschulen und Praxisstätten sind Institutionen, die sich traditionell getrennt entwickelt haben. Sie sind durch unterschiedliche Organisationskulturen gekennzeichnet. Dennoch ist die fachpraktische Ausbildung – neben der fachtheoretischen – ein wesentliches Kennzeichen der Erzieherinnenausbildung an Fachschulen. Im Zuge des umfangreichen Reformprozesses der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern wird auch eine „neue Kultur der Zusammenarbeit“ und eine „gemeinsame Verantwortung“ von Schule und Praxisstätte verlangt. Der Auswertungsbericht stellt dar, wie aus der Sicht von Fachschul- und Berufsfachschulleitungen Schulen mit Praxisstätten kooperieren und wie das Verhältnis der beiden Lernorte aufgrund ihrer ungleichen Positionierung charakterisiert werden kann.

Vorschau auf kommende WiFF-Publikationen

Wir freuen uns, Ihnen in Kürze zwei neue Studien der WiFF präsentieren zu können. Die Studien Nr.8 und Nr.9 können ab Anfang März 2011 über den Publikationsshop der WiFF bestellt werden.

 

WiFF Studie Nr. 8:
Rolf Janssen: Die Zugangsvoraussetzungen zur sozialpädagogischen Fachschulausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Schulleitungen

Über die aktuelle Lage der Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher in Deutschland ist empirisch nur sehr wenig bekannt. Durch leitfadengestützte Interviews mit Schul- und Abteilungsleitungen sollten deshalb der Wissensstand über die Qualifizierung frühpädagogischer Fachkräfte erhöht und Informationen zu wesentlichen Teilbereichen der Ausbildung gewonnen werden. Eine der offenen Fragen bezieht sich auf die Gestaltung der schulischen und beruflichen Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung, die sich im Ländervergleich außerordentlich heterogen und unübersichtlich darstellen. Der Autor beschäftigt sich in seinem Auswertungsbericht mit dieser Thematik und leitet hieraus länderübergreifende Problemstellungen und gemeinsamen Handlungsbedarf ab.

 

WiFF Studie Nr. 9:
Rolf Janssen: Das Profil sozialpädagogischer Fachschulen. Ergebnisse einer qualitativen Befragung von Schulleitungen

Fachschulen für Sozialpädagogik sollen angehende Erzieherinnen und Erzieher zur Übernahme von Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben sowie zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Tätigkeit in allen sozialpädagogischen Bereichen befähigen. In dieser Zielvorgabe spiegelt sich das Konzept eines breit angelegten Berufsbildes, das im Jahr 1967 von der Kultusministerkonferenz der Länder etabliert wurde. Rolf Janssen setzt sich auf der Grundlage von Interviews mit Fachschul- und Abteilungsleitungen mit der heutigen  Einschätzung des Konzepts der „Breitbandausbildung“ und seiner Zukunftstauglichkeit sowie mit der Frage der Profilbildung in der Erzieherinnenausbildung auseinander. Hieraus lassen sich Ansatzpunkte für eine Ausbildungsreform ableiten.

Stellenausschreibungen im DJI-Projekt: "Qualifizierungsoffensive nach dem DJI-Konzept: Sprachliche Bildung und Förderung für Kinder unter Drei"

Das Deutsche Jugendinstitut sucht zum 01. April 2011 (befristet bis 31.12.2014) - vorbehaltlich der Bewilligung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - Unterstützung für das Projekt: Qualifizierungsoffensive nach dem DJI-Konzept: "Sprachliche Bildung und Förderung für Kinder unter Drei".

Folgende Stellen sind zu vergeben:

Wissenschaftliche Referentin/ Wissenschaftlicher Referent (19,5 h/Woche) für die inhaltliche Projektkoordination und verantwortliche Vertretung des Projektes in Gremien

Wissenschaftliche Referentin/ Wissenschaftlicher Referent (29,25 h/Woche) für die Entwicklung eines Qualifizierungskonzepts für Multiplikatoren und Weiterbildner

Wissenschaftliche Referentin/ Wissenschaftlicher Referent (39 h/Woche) für die Begleitung und Evaluation einer bundesweiten Qualifizierungsmaßnahme für Multiplikatoren

Die Bewerbungsfrist für alle Stellenausschreibungen endet am 21.02.2011. Nach Absprache besteht die Möglichkeit, Unterlagen zur Bewerbung nachzureichen.

Fachliche Auskünfte zu allen Stellenausschreibungen erteilt:
Mechthild Laier
Telefon: 089/62306-216

Dieser Newsletter wird herausgegeben von WiFF

Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte

Redaktion
Silvia Hartmann
Projektmarketing WiFF
info@weiterbildungsinitiative.de

Deutsches Jugendinstitut e.V.
Nockherstr. 2
D-81541 München

Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)
Deutsches Jugendinstitut e. V.
Nockherstr. 2, 81541 München

Redaktion
Annemarie Schuldt
info@weiterbildungsinitiative.de

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