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März 2019

Wie Wohlbefinden und Frühe Bildung zusammenhängen

Nur wenn sich Kinder in der Kita sicher und geborgen fühlen, können sie am Geschehen teilhaben und von den Bildungsimpulsen profitieren. Welches Wissen und welche Fertigkeiten Fachkräfte benötigen, um kindliche Bedürfnisse wahrnehmen und darauf reagieren zu können, beschreibt ein Kompetenzprofil der WiFF, das am 21. und 22.03.2019 in Berlin auf der internationalen Konferenz "Child maltreatment and well-being" im Rahmen einer Poster-Session vorgestellt wird. 

Ob das feinfühlige Eingehen auf kindliche Bedürfnisse und die Verantwortung, die daraus erwächst, für die Fachkräfte auch Stress bedeutet, hat WiFF in der explorativen Interview-Studie "Kita-Alltag zwischen Belastung und Erfüllung" untersucht. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Fachkräfte auch ein gutes Teamklima benötigen, um – gemessen an ihren eigenen pädagogischen Ansprüchen – die Interaktionen mit den Kindern positiv gestalten zu können.

Die Interaktion zwischen Fachkraft und Kind ist auch das Forschungsgebiet von WiFF-Leitung Anke König, die nach gut sechs Jahren das Projekt verlässt, um wieder an der Universität zu forschen und zu lehren. Wir werden ihre Energie und ihre Leidenschaft für die Frühe Bildung vermissen.

Weitere Neuigkeiten der WiFF erfahren Sie im Newsletter. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Ihr WiFF-Team

Anke König beendet ihre Leitungstätigkeit für die WiFF

 

Die Elementarpädagogik als Basis des Bildungssystems zu stärken, dieses Ziel hat Professorin Dr. Anke König mit großem Engagement verfolgt, seitdem sie im Februar 2013 die WiFF-Leitung übernommen hatte. Mit dem Ablauf der dritten Förderphase beendet sie nun ihre Tätigkeit für das Projekt. Die Professorin für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Frühpädagogik kehrt zum Sommersemester 2019 an die Universität Vechta zurück. Dort war sie beurlaubt. Bei ihrer Verabschiedung auf dem WiFF-Bundeskongress im November 2018 dankten Professor Dr. Rudolf Tippelt, Vorsitzender des WiFF-Beirats, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Projektpartner von BMBF, Robert Bosch Stiftung und DJI Anke König für ihre erfolgreiche Arbeit und würdigten ihren leidenschaftlichen Einsatz für die Frühe Bildung. Mit dem Datenbericht "Fachkräftebarometer Frühe Bildung" sowie zahlreichen von ihr initiierten Studien zur frühpädagogischen Aus- und Weiterbildung, konnte die WiFF ihr Profil als Forschungsplattform schärfen. Darüber hinaus hat Anke König das Thema Inklusion als festen Bestandteil der Projektarbeit verankert und den Austausch mit Wissenschaft und Fachpraxis vertieft.

Kita-Alltag zwischen Belastung und Erfüllung

 

Frühpädagogische Fachkräfte und Kinder in Kindertageseinrichtungen befinden sich in einem dynamischen Interaktionsgeschehen. Kernaufgabe der Fachkräfte ist es, in diesem Prozess immer wieder sensibel auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Diese Tätigkeit kann von ihnen als erfüllend oder auch als Quelle von Stress wahrgenommen werden. Die explorative Studie von Carola Nürnberg untersucht Belastungen, die pädagogische Fachkräfte im Kita-Alltag erleben. Dazu wurden 14 Kita-Fachkräfte aus vier Bundesländern in Interviews zu ihrem Berufsalltag, ihren persönlichen Erfahrungen mit schwierigen Situationen, aber auch zu ihren Gefühlen von Zufriedenheit und Freude befragt. Die offenen Schilderungen geben Einblick in einen herausfordernden Berufsalltag. zur Publikation

Leitfaden zur kompetenzorientierten Weiterbildung

 

Die Wegweiser Weiterbildung unterstützen Weiterbildnerinnen und Weiterbildner darin, ihre Angebote kompetenzorientiert zu gestalten. Im Zentrum stehen Handlungsanforderungen, die sich für Kita-Fachkräfte bei der Umsetzung eines bestimmten Themas ergeben. Die dazu ausformulierten Kompetenzen stellen Lernziele für Weiterbildungen dar. Wie nutzt man konkret ein solches "Kompetenzprofil"? Der Leitfaden führt durch den Handlungszyklus kompetenzorientierter Weiterbildungen: von der Bedarfsermittlung und Programmplanung über die Vorbereitung und Realisation des Angebots bis hin zu seiner Evaluation. zur Publikation

Themenheft mit WiFF-Beteiligung

 

Die wissenschaftliche Zeitschrift "Der pädagogische Blick" widmete die Ausgabe 3/2018 den Transformationsprozessen in der Kindertagesbetreuung und den Herausforderungen, die sich daraus für das Arbeitsfeld sowie die Aus- und Weiterbildung ergeben. Drei empirische Beiträge stammen von WiFF-Referentinnen, die sich dem Thema auf der Basis von WiFF-Studien nähern. Die Autorinnen beschäftigen sich mit der Reflexionspraxis in der Ausbildung des pädagogischen Nachwuchses, dem Weiterbildungsverhalten von Fachkräften und der Konstruktion von Differenz im Alltag inklusiver Kitas. Das Heft ist im Belz Juventa Verlag erschienen. zur Publikation

Kita-Fachkräfte investieren privat in Weiterbildung

39% der Kita-Leitungen und 37% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine berufsbezogene Weiterbildung besuchen, übernehmen dafür selbst Kosten oder investieren ihre Freizeit – teilweise sogar beides. Dies zeigen Ergebnisse einer Fachkräftebefragung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). Dabei übernahmen 34% der befragten Leitungen und 32% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilweise oder vollständig Gebühren, die für die Teilnahme, Anfahrt oder Übernachtungen anfielen. 13% der Leitungen und 14% der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden für den Besuch der Veranstaltung nicht oder nur teilweise freigestellt. Trotzdem ist die Bereitschaft, an berufsbezogener Weiterbildung teilzunehmen, bei frühpädagogischen Fachkräften überdurchschnittlich hoch. weiterlesen

Etwas mehr Männer beginnen eine Ausbildung zum Erzieher

Im Schuljahr 2017/18 lag der Männeranteil im ersten Jahr der Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher bei 19%. Obwohl sich weiterhin überwiegend Frauen für die Ausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik entscheiden, steigt deren Attraktivität für Männer. Innerhalb von drei Jahren ist die Zahl der männlichen Schüler im ersten Ausbildungsjahr um knapp 1.200 auf etwa 7.200 gestiegen. Dies entspricht einem Plus von 2 Prozentpunkten. Dabei sind die Länder unterschiedlich erfolgreich darin, Männer für Erziehungsberufe zu gewinnen: Während im Schuljahr 2017/18 in Bayern der Anteil der Männer unter den Anfängerinnen und Anfänger bei nur 13% lag, betrug dieser in Hamburg 28%. In Kindertageseinrichtungen – neben anderen Berufsfeldern das Hauptbetätigungsfeld von Erzieherinnen und Erziehern – waren 2018 bundesweit nur knapp 6% des pädagogischen und leitenden Personals männlich. weiterlesen

Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)
Deutsches Jugendinstitut e. V.
Nockherstr. 2, 81541 München

Redaktion
Annemarie Schuldt
info@weiterbildungsinitiative.de

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