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März 2018

Frühe naturwissenschaftliche Bildung – (Wie) geht das?

"Es geht darum, erste Ideen zu entwickeln nicht darum, ein Phänomen vollkommen zu durchdringen", beschreibt Professorin Dr. Mirjam Steffensky das Ziel naturwissenschaftlicher Bildung in der Kita. Die Professorin für Chemie-Didaktik ist Autorin der neuesten WiFF-Expertise und hat sich unseren Frage im Interview gestellt. Der "MINT-Hype" birgt für sie das Risiko, dass der Fokus darauf gelegt wird, einzelne Experimente durchzuführen, während eigene Erklärungen zu kurz kommen.

Dabei kann frühe naturwissenschaftliche Bildung viel für Bildungsgerechtigkeit leisten: Sie kann den Zugang zu den MINT-Fächern erleichtern, das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten, etwas herauszufinden, stärken und sprachliche Bildung durch den Austausch von Beobachtungen und Schlussfolgerungen anregen.

Wie können Kitas naturwissenschaftliche Bildungsimpulse altersgerecht und ausgerichtet an den Bedürfnissen aller Kinder entwickeln? Gemeinsam mit einer Expertengruppe hat WiFF dieses Thema aus einer inklusiven Perspektive diskutiert. Die Ergebnisse sind Grundlage für einen Wegweiser Weiterbildung, der im Juni erscheint, und für eine Tagung im September.

Weitere Neuigkeiten der WiFF erfahren Sie im Newsletter. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Ihr WiFF-Team

Neue WiFF Expertise

 

Kinder sind neugierig auf ihre Umwelt. Frühe naturwissenschaftliche Bildung zielt darauf, dieses kindliche Interesse nachhaltig zu nutzen. In der WiFF-Expertise Nr. 48 geht Mirjam Steffensky den vielfältigen Bezügen zur Frühpädagogik und Naturwissenschaftsdidaktik nach. Sie gibt einen Überblick über aktuelle Forschungsbefunde, analysiert die Rolle der Naturwissenschaften in den Bildungsplänen und diskutiert die Anschlussfähigkeit der Elementar- zur Primarpädagogik. Abschließend umreißt die Autorin Herausforderungen, die sich bei der Umsetzung naturwissenschaftlicher Bildung in der Kita ergeben, und formuliert Aufgaben für die Praxis. weiterlesen

"Ich wünsche den Fachkräften mehr Zeit für naturwissenschaftliche Bildung"

Wie lässt sich kindlicher Forscherdrang in der Kita fördern? Welche Chancen und welche Risiken liegen in früher naturwissenschaftlicher Bildung? Das erklärt Professorin Dr. Mirjam Steffensky vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel im Interview. Dabei gibt sie Einblick in der WiFF-Expertise "Naturwissenschaftliche Bildung in Kindertageseinrichtungen". Diese kann jetzt kostenfrei als Druckexemplar bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. weiterlesen

WiFF Teilhabe-Studie: "Helfen ist nicht immer hilfreich"

 

Im integrativen Kita-Alltag ist "Helfen" eine zweischneidige Angelegenheit: Zum einen steht es für ein gutes Zusammenleben in der Gruppe und rückt den Helfenden in ein positives Licht. Zum anderen drückt die Interaktion, die dahinter steht, ein ungleiches Machtverhältnis aus. "Wie aus der sozialpädagogischen und heilpädagogischen Forschung bekannt ist, wird aus einem Hilfsangebot auch eine Hilfsbedürftigkeit und Hilflosigkeit gefolgert", schreiben WiFF-Referentinnen Anna Beutin und Dr. Katja Flämig in der Zeitschrift kindergarten heute. Anhand von Beobachtungsprotokollen aus der Teilhabe-Studie beleuchten sie, wie Hilfesituationen zwischen Kindern mit und ohne Behinderung entstehen, wie räumliche und zeitliche Gegebenheiten diese beeinflussen und welche Funktion helfende Tätigkeiten haben.

Neue Kita-Fachtexte

Seit der letzten Ausgabe des WiFF-Newsletters sind zwei neue Kita-Fachtexte erschienen: Anna-Christina Rau, Katja Saumweber und Lucie Kluge stellen den aus England stammenden Early Excellence-Ansatz vor und berichten über dessen Umsetzung in Deutschland. Kornelia Schneider beschäftigt sich mit dem forschenden Handeln von Babys und Kleinkindern. Alle Texte richten sich an Kita-Fachkräfte in Studium, Aus- und Weiterbildung sowie an Lehrende an Fach- und Hochschulen und Weiterbildnerinnen und Weiterbildner.

WiFF sucht Verstärkung

 

Das WiFF-Team in München sucht zwei neue Kolleginnen bzw. Kollegen: Für die Mitarbeit bei der Auswertung einer Videographie-Studie in Kitas ist eine Vollzeitstelle ausgeschrieben. Eine Teilzeitstelle (50%) ist für die Mitarbeit bei der Auswertung einer bundesweiten Studie bei Kitas zu Trägerstrukturen und Personalentwicklung zu besetzen. Für beide Stellen wird unter anderem ein abgeschlossenes erziehungs- bzw. sozialwissenschaftliches Hochschulstudium mit überdurchschnittlichem Diplom-, Master- oder Magisterabschluss vorausgesetzt. Bis zum 6. April können sich Interessierte bewerben. weiterlesen

Etwas mehr Männer in Kitas

34.318 Männer waren 2017 in Kindertageseinrichtungen tätig. Damit hat sich ihre Zahl seit 2006 mehr als verdreifacht. Zeitgleich ist der Anteil der männlichen Beschäftigten am pädagogischen und leitenden Personal von 3,1 auf 5,8% gestiegen. Insbesondere viele junge Männer konnten gewonnen werden: 44% der in Kitas beschäftigten Männer sind unter 30 Jahre alt, bei den Frauen sind dies lediglich ein Viertel. Dennoch bilden männliche Kita-Fachkräfte eine sehr kleine Gruppe. Mit zuletzt 559.365 Frauen und einer Frauenquote von 94% zählt die Frühe Bildung zu den am stärksten geschlechtsspezifisch segregierten Berufsfeldern des gesamten Arbeitsmarkts.

Generation 50plus in Kitas immer stärker vertreten

Im Jahr 2017 waren bundesweit knapp 173.000 Kita-Beschäftigte 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich von knapp 69.000 im Jahr 2006 mehr als verdoppelt. Damit hat im ehemals jungen Arbeitsfeld Frühe Bildung im Zuge der Personalexpansion ein Alterungsprozess stattgefunden: Der Anteil älterer Beschäftigter am pädagogischen und leitenden Personal ist um 10 Prozentpunkte auf 29% gestiegen. Der längere Verbleib von Beschäftigten im Beruf sowie die Gewinnung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern haben dazu geführt, dass sich das Altersgefüge in der Frühen Bildung dem des Gesamtarbeitsmarkts angleicht. Dort waren 2014 etwa 35% der Beschäftigten mindestens 50 Jahre alt. weiterlesen

Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)
Deutsches Jugendinstitut e. V.
Nockherstr. 2, 81541 München

Redaktion
Annemarie Schuldt
info@weiterbildungsinitiative.de

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