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Dezember 2016

Das Bild oben zeigt Nicolás aus der spanisch-deutschen Elterninitiative Kindergarten Mariposa e.V. in München. Es wurde im Sommer 2016 für die Bebilderung des Wegweisers Weiterbildung Inklusive Sprachliche Bildung aufgenommen. Die Publikation ist gerade erschienen und schildert, welche Kompetenzen frühpädagogische Fachkräfte benötigen, um jedes Kind in seiner individuellen Sprachenaneignung wertzuschätzen und zu unterstützen. Nur so gelingt es, inklusive sprachliche Bildung in der Kita zu gewährleisten – einer der Arbeitsschwerpunkte von WiFF in diesem Jahr.

Kinder wollen in erster Linie verstanden werden und kommunizieren mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, dazu können auch mehrere Sprachen gehören, betonte Professorin Dr. Argyro Panagiotopoulou auf dem WiFF-Bundeskongress. Erstmalig stellte sie dort ihre Expertise zur Mehrsprachigkeit in der Kindheit vor, die sie im Auftrag der WiFF verfasst hat. Sie plädiert dafür, quersprachiges Handeln von Kindern als sinnvolle und nützliche Kommunikationsform anzuerkennen und beschreibt, wie dies pädagogisch genutzt werden kann. Ziel dabei ist es, keine Sprache auszublenden. Denn Sprache ist Voraussetzung für Teilhabe an Bildung und Kultur, wie WiFF-Leitung Professorin Dr. Anke König betont. In diesem Zusammenhang steht auch die jüngste WiFF Expertise von Annedore Prengel, die sich mit den Möglichkeiten von Bildungsteilhabe und Partizipation in Kitas beschäftigt.

Weitere Neuigkeiten erfahren Sie im Newsletter. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und bereits jetzt viel Erfolg bei Ihrem Engagement in der Frühen Bildung im Jahr 2017.

Ihr WiFF-Team

Fachkräftebarometer: Personalausbau in der Kita erfolgte nicht auf Kosten des Qualifikationsniveaus

Das Qualifikationsgefüge in Kindertageseinrichtungen ist in den vergangenen 18 Jahren weitgehend stabil geblieben: Wie 1998 sind auch 2016 ein Großteil der pädagogisch und leitend Tätigen (70%) Erzieherinnen und Erzieher, Heilpädagoginnen und -pädagogen oder Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger. Daran hat der starke Personalzuwachs in diesem Zeitraum um 72% auf rund 570.700 Kita-Fachkräfte und -Leitungen nichts geändert. Zwar hat sich die Zahl der akademisch Qualifizierten mehr als verdreifacht, doch schlägt sich auch dies lediglich in einer Zunahme von etwa zwei Prozentpunkten nieder. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). weiterlesen

Bundeskongress: Sprachliche Bildung unter dem Anspruch von Inklusion

 

Der Anteil der als sprachförderbedürftig diagnostizierten Kinder ist konstant und ließ sich trotz zahlreicher Sprachförderinitiativen bislang nicht reduzieren, so Professorin Dr. Andrea Eckhardt beim WiFF-Bundeskongress am 6. und 7. Dezember 2016. Das Problem sei, dass mehrsprachig aufwachsende Kinder nach monolingualen Maßstäben bewertet würden, sagte Professorin Dr. Argyro Panagiotopoulou. Um mit sprachlicher Bildung in der Kita alle Kinder zu erreichen, sei die Kooperation der beteiligten Fachkräfte und Eltern erforderlich. Dafür müssen einheitliche Begriffe und verbindliche Abläufe für die sprachliche Bildung definiert werden, forderte unter anderem Junior-Professor Dr. Stephan Sallat. Eine Dokumentation mit Bildern und Präsentationen gibt einen Einblick in die Themen, die die rund 200 Teilnehmenden des Kongresses in der Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung in Berlin diskutierten. Weiterlesen

Qualifizierung von Kita-Fachkräften: Welches Potenzial hat Kompetenzorientierung?

Erwachsene entwickeln nur dann Kompetenzen, wenn sie der Lehrinhalt emotional berührt, sagte Professor Dr. John Erpenbeck bei seinem Vortrag auf dem WiFF-Fachforum am 22. November 2016. Damit prägte er die Diskussionen über die Herausforderungen der Kompetenzorientierung, die die rund 80 Teilnehmenden der Veranstaltung an runden Tischen führten: Wie können Lehrende didaktisch vorgehen, damit sie die Lernenden erreichen? Welche Rolle spielen non-formales und informelles Lernen für den Kompetenzerwerb? Wie lässt sich Kompetenzzuwachs erfassen und messen? weiterlesen

WiFF tauscht sich mit Kita-Trägern und Länderministerien aus

 

Um die pädagogische Qualität in der Kindertagesbetreuung weiterzuentwickeln, braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Die Qualifizierung der Fachkräfte und die Personalentwicklung in den Einrichtungen sind zentrale Themen der Weiterbildungsinitiative. Mit Vertreterinnen und Vertretern von Fachschulen sowie der Sozial- und Kultusministerien hat sich WiFF im Oktober 2016 über unterschiedliche Wege in das Arbeitsfeld Kita sowie die Erhebung von Ausbildungsdaten ausgetauscht. Die Rolle der Kita-Leitung für die Personalentwicklung stand hingegen im Mittelpunkt eines Gesprächs mit Trägern von Einrichtungen, die WiFF im Oktober nach Berlin eingeladen hat. Beide Gruppen treffen sich regelmäßig, um den Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern. weiterlesen

Expertise zur Mehrsprachigkeit in der Kindheit

Mehrsprachiges Aufwachsen gehört nicht erst seit der jüngsten Fluchtbewegungen zur Realität im Einwanderungsland Deutschland: Viele Kinder verständigen sich mit mehreren Sprachen. Doch oft erleben sie die Kindertageseinrichtung als einsprachigen Bildungsort, an dem ihre Familiensprache nicht berücksichtigt wird. Vor diesem Hintergrund hat Professorin Dr. Argyro Panagiotopoulou eine Expertise verfasst, die einen Einblick in die gelebte Mehrsprachigkeit von Kindern bietet und das Konzept "Translanguaging" vorstellt: Es beschreibt das Mischen von Sprachen, das mehrsprachig Aufwachsende im Alltag selbstverständlich anwenden. Die Autorin plädiert dafür, "Translanguaging" als legitime Strategie bei einem dynamischen Sprachenerwerb zu betrachten, und zeigt auf, wie das Potenzial der Mehrsprachigkeit von Kindern und pädagogischen Fachkräften genutzt werden kann. Kostenlos herunterladen oder bestellen

Wegweiser Weiterbildung "Inklusive Sprachliche Bildung"

 

Feinfühliges Eingehen auf den Umgang mit Sprache unterstützt Kinder dabei, sich Sprache anzueignen. Das bedeutet, dass in der Kindertageseinrichtung keine Sprache ausgeblendet werden darf und jedes Kind in der Vielfalt seiner kommunikativen Kompetenzen wertgeschätzt werden sollte. Inklusive sprachliche Bildung hat zum Ziel, alle Kinder zu erreichen - eine verantwortungsvolle und herausfordernde Aufgabe für frühpädagogische Fachkräfte. Welche Kompetenzen Fachkräfte dafür benötigen beschreibt Band 11 der Reihe Wegweiser Weiterbildung. Er nimmt das Thema des ersten Wegweisers auf und erweitert es um Gesichtspunkte, die im Zusammenhang mit Inklusion wichtig sind: Das Kompetenzprofil wurde um die Aspekte Mehrsprachigkeit, Migration und Behinderung erweitert. Expertinnen und Experten aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen haben es gemeinsam erarbeitet. Der Wegweiser unterstützt Weiterbildnerinnen und Weiterbildner dabei, kompetenzorientierte Angebote zu diesem Thema zu konzipieren und umzusetzen. Kostenlos herunterladen oder bestellen

Bildungsteilhabe und Partizipation

Fast alle Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt besuchen in Deutschland eine Kita. Als Bildungsorte gewinnen die Einrichtungen daher an Bedeutung, auch bei der Aufgabe, Chancengerechtigkeit in einer heterogenen Gesellschaft zu gestalten. Doch was bedeutet Bildungsteilhabe in der Kita und wie können junge Kinder dort Einfluss nehmen? Die Erziehungswissenschaftlerin und Inklusions-Expertin Annedore Prengel ist im Auftrag der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte diesen Fragen nachgegangen. In ihrer Publikation "Bildungsteilhabe und Partizipation in der Kita" zeigt sie die Ergebnisse ihrer Analysen sowie Bausteine für eine inklusive Pädagogik und Partizipation im Elementarbereich auf. Kostenlos herunterladen oder bestellen

Neue Kita-Fachtexte

 

Auch die neuen Kita-Fachtexte für Studium, Aus- und Weiterbildung behandeln die Themen Sprache und Inklusion: In ihrem Beitrag Kinder mit Fluchterfahrung zeigen Eva Charlotte Ritter und Timm Albers die Herausforderungen auf, die Mehrsprachigkeit und Belastungserfahrungen mit sich bringen, und formulieren Anregungen für die pädagogische Arbeit in Kitas und Grundschulen. Verena Ferch geht in ihrem Aufsatz der Frage nach, in welcher Weise gemeinsames Planen und Erinnern von Fachkräften und Kindern kognitive und sprachliche Fähigkeiten beeinflussen können. Mit Literacy im Kindergarten hat sich Annegret Kieschnick auseinandergesetzt: Sie stellt vor, wie die Umgebung für Kinder anregend gestaltet werden kann und wie pädagogische Fachkräfte Lesen und Schreiben in den Alltag der Kinder integrieren können.

WiFF auf dem Kitaleitungskongress 2017

WiFF ist auch 2017 mit einem Praxisforum beim Kitleitungskongress dabei: am 25./26.April 2017 in Düsseldorf sowie am 27./28.Juni 2017 in Augsburg. Dort erläutert WiFF-Referentin Dr. Tina Friederich, wie sprachliche Heterogenität in Kitas angemessen berücksichtigt wird und was das Konzept "Translanguaging" dazu beitragen kann. Sie geht dabei insbesondere auf die Merkmale Migration und Behinderung ein, die den Bildungserfolg beeinträchtigen können. Zum Kitaleitungskongress anmelden

WiFF-Website bietet neue Funktionen

 

Seit Anfang Dezember ist die Website von WiFF noch nutzerfreundlicher: Auf der Startseite präsentiert ein Header mit wechselnden Bildern neue Inhalte. Die Themen sind dank griffiger Icons schnell überblickt, die Zahl des Monats erhält mit einem eigenen farbstarken Element noch mehr Aufmerksamkeit und zwei Social-Media-Streams geben einen Einblick in die aktuellen Aktivitäten der WiFF auf Twitter und Youtube. Auch über die Startseite hinaus wird mehr Service geboten: Im Publikationsshop erlaubt es die erweiterte Suchfunktion, mehrere Parameter zu kombinieren sowie beispielsweise ausschließlich lieferbare Printexemplare anzeigen zu lassen.

Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)
Deutsches Jugendinstitut e. V.
Nockherstr. 2, 81541 München

Redaktion
Annemarie Schuldt
info@weiterbildungsinitiative.de

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