Beschreibung der Sessions 1 bis 7

Session 1: Integrative Kindertagesbetreuung und Teilhabe

Anna Beutin, Dr. Katja Flämig, beide WiFF

Anhand von teilnehmender Beobachtung und Videographie erforscht WiFF, was "Teilhabe" in integrativen Kindertageseinrichtungen bedeutet, welchen Anforderungen Kinder mit und ohne "Eingliederungshilfe" (SGB VIII/XII) begegnen und wie im Kita-Alltag Unterschiede hergestellt und bearbeitet werden. In der Session werden Ergebnisse der Studie vorgestellt.

Session 2: Bildungsteilhabe und Partizipation in der Fort- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte

Maria Irl, WiFF

Mit einer Expertengruppe hat WiFF wiederkehrende Handlungsanforderungen im Alltag frühpädagogischer Fachkräfte beschrieben, die die Bildungsteilhabe und Partizipation von Kindern betreffen. Die dazu geordneten Kompetenzformulierungen stellen konkrete Lernziele für die Aus-, Fort- und Weiterbildung dar. In der Session wird das Kompetenzprofil des neu erschienenen WiFF-Wegweisers  "Bildungsteilhabe und Partizipation" vorgestellt. Der spezifische Nutzen für die Fort- und Weiterbildung, Träger von Weiterbildungen und Kitas sowie Kita-Leitungen wird diskutiert.

Session 3: Inklusive Qualitätsentwicklung in der Kita mit dem Ansatz Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung

Petra Wagner, Institut für den Situationsansatz/Fachstelle Kinderwelten, Berlin

Inklusion verlangt Veränderungen auf allen Ebenen des Bildungssystems; individuelles und organisationales Lernen greifen ineinander. Der Ansatz Vorurteilsbewusster Bildung und Erziehung eignet sich als inklusives Konzept für die systematische Qualitätsentwicklung in Kitas, die alle Verantwortungsebenen adressiert. Das Vorgehen wird mit Beispielen aus der Praxis erläutert.

Session 4: Partizipation und Akteurschaft von Kindern in Schweizer Kindertageseinrichtungen

Nicole Hekel, Professor Dr. Sascha Neumann, beide Universität Luxemburg

Das Forschungsprojekt PINKS ("Partizipation in der frühesten Kindheit") fragt danach, wie Kinder den Alltag in Schweizer Kindertageseinrichtungen mit beeinflussen und gestalten. In der Session werden Ergebnisse vorgestellt und erörtert, unter welchen Bedingungen Partizipation in der Kita realisiert wird.

Session 5: Leitlinien zur Ethik pädagogischer Beziehungen: Implikationen der "Reckahner Reflexionen" für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern

Ursula Winklhofer, Deutsches Jugendinstitut

In einem mehrjährigen Diskussionsprozess haben Vertreterinnen und Vertreter der Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte, der Menschenrechtsbildung und der Wissenschaft die "Reckahner Reflexionen zur Ethik pädagogischer Beziehungen" formuliert. Ihren Kern bilden zehn ethisch begründete Kriterien für das Handeln pädagogischer Fachkräfte. In der Session werden Implikationen für die Lehre an Fachschulen/Fachakademien für Sozialpädagogik diskutiert.

Session 6: Teilhabe und Partizipation auf der Ebene von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe

Barbara Henkys, FiPP e.V., Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis, Berlin

In der Session wird erläutert, wie auf Grundlage der Anti-Bias-Arbeit ein Träger der Kinder- und
Jugendhilfe die persönliche, kulturelle und berufliche Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achtet und den Gedanken der „Teilhabe“ in seine Personalentwicklungsprozesse einfließen lässt. Dabei werden die Erfolge, aber auch Herausforderungen, die mit der Verpflichtung auf diesen Ansatz auf Trägerebene einhergehen, diskutiert.

Session 7: Partizipation und Vielfalt als Querschnittsthemen in der Ausbildung – Erfahrungen, Chancen und Schwierigkeiten

Meral Meindl, Staatliche Fachakademie für Sozialpädagogik, Freising

Unterrichtseinheiten an Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik sollten so gestaltet werden, dass die angewandten Lehr-Lern-Arrangements zu den Querschnittsthemen Partizipation und Vielfalt auch in die Berufspraxis der späteren Fachkräfte transferiert werden können. Anhand von Beispielen aus der Praxis der Fachakademie in Freising wird vorgestellt, wie Partizipation und Vielfalt im Unterricht umgesetzt werden können.