Materialitäten der Kindheit – Materialitäten der Kindheitsforschung

20.09.2017 bis 21.09.2017
Universität Trier
Universitätsring 15, 54296 Trier

Methodenworkshop anlässlich der Tagung "Materialitäten der Kindheit: Körper, Räume, Dinge" der Sektion "Soziologie der Kindheit" der DGS

Materialität von Kindheit gewinnt in den vielfältigen Feldern der Kindheitsforschung zunehmend an Bedeutung. Gefragt wird vor allem danach,

  • wie Materialitäten der Kindheit daran mitwirken, dass sich bestimmte gesellschaftliche Kindheitsmuster und -erfahrungen ausbilden;
  • wie material die Positionierungs- und Subjektivierungsprozesse von Kindern als Kinder gedacht werden müssen;
  • wie Körper, Räume und Dinge daran mitwirken, dass unterschiedliche Kinder in unterschiedlicher Weise als Akteure von Sozial- und Gesellschaftsordnungen positioniert sind – und/oder diese Positionierungen subversiv unterlaufen.

Mit diesen Forschungsfragen und  dem Fokus auf die Materialitäten der Kindheit sind zugleich methodische Fragen der Kindheitsforschung verknüpft. Hier geht es zum einen um die Methodologien und Methoden der Erforschung von beispielweise körperlich-affektiven Prozessen, materialen Diskursen, von Dokumenten und Instrumenten oder des Raumgestaltens von Kindern. Und zum anderen sind damit die Materialitäten der Kindheitsforschung angesprochen, d.h. die Dinge und Artefakte der Forschungsarbeit selbst (u.a. Dokumente, Fotos, Videos oder Schrift).

Der Methodenworkshop "Materialitäten der Kindheit – Materialitäten der Kindheitsforschung" versteht sich als Forschungswerkstatt, zu der alle Forschenden im Bereich der sozialwissenschaftlich orientierten Kindheitsforschung eingeladen sind, die sich mit Körpern, Räumen und Objekten der Kindheit und von Kindern beschäftigen. Der Workshop bietet die Möglichkeit, aktuelle Forschungs- und Qualifikationsarbeiten gemeinsam mit erfahrenen Forscherinnen und Forschern aus dem Bereich der materialitätsorientierten Kindheitsforschung zu diskutieren. Das bedeutet konkret, dass in Forschungswerkstätten überwiegend am eingereichten Material der Teilnehmenden diskutiert wird.