"frühstart – Deutsch und interkulturelle Bildung im Kindergarten"

14.12.10

Ziel von "frühstart" ist es, bereits in den Kindergärten den Grundstein für Integration und schulischen Erfolg zu legen. "frühstart" wird in Hessen an 36 Kindergärten in zehn Städten durchgeführt.

Erzieher und 47 ehrenamtliche Elternbegleiter sowie acht Bürgermeister aus Aßlar, Bad Nauheim, Breuberg, Butzbach, Mörfelden-Walldorf, Raunheim, Stadtallendorf und Wetzlar haben am ihre frühstart-Zertifikate von Hessens Sozialminister Stefan Grüttner im Namen der Projektträger überreicht bekommen. Mit der feierlichen Auszeichnung wurde ihr Engagement im Rahmen des Projekts frühstart gewürdigt. frühstart ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung e.V., der Gölkel Stiftung und des Hessischen Sozialministeriums in Zusammenarbeit mit den beteiligten Städten.


Im Mittelpunkt von frühstart stehen dabei die interkulturelle Bildung aller Beteiligten, die Arbeit ehrenamtlicher Elternbegleiter und die frühe Sprachförderung. Dafür bietet frühstart den Erziehern umfangreiche und intensive Fortbildungen an und schult ehrenamtlich tätige Elternbegleiter. Ergänzt wird dies durch die enge Einbindung der beteiligten Städte, die im Projekt frühstart eine wichtige Koordinierungsfunktion übernehmen: Sie stellen einen frühstart-Ansprechpartner, der die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch der verschiedener Akteure im Bereich Bildung und Integration vor Ort koordiniert. Hierzu zählen neben den Kindergärten und Grundschulen zum Beispiel auch Familienberatungsstellen und Migrantenorganisationen. Der Hessische Sozialminister, Stefan Grüttner, betonte die besondere Stellung der Städte für eine nachhaltige Verankerung des Projekts in den Kitas: „frühstart ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Partnerschaft zwischen staatlichen und privaten Akteuren, den Stiftungen, den Kommunen, den Migrantenorganisationen, den Trägern und dem Land Hessen. Der Staat kann zwar die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Integration schaffen, doch entscheidend für den Erfolg ist das Zusammenwirken der Akteure mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen und Möglichkeiten“.



Die 64 zertifizierten Erzieher der frühstart-Kindergärten haben im Herbst ihre umfangreichen Fortbildungen abgeschlossen. Sie können nun kompetent Kindern mit Sprachförderbedarf in Kleingruppen Deutsch vermitteln und Sprachförderung in ihre tägliche Arbeit integrieren. Ebenso vermittelten die Fortbildungen Kenntnisse über kulturelle Prägungen und Chancen. Einen wichtigen Beitrag für das Gelingen von frühstart leisten auch die ehrenamtlichen Elternbegleiter: Sie sind meist zweisprachig und haben häufig Migrationserfahrung. Sie übernehmen eine Brückenfunktion zwischen Elternhaus und Kindergarten. Die Elternbegleiter sind durch Fortbildungen auf ihre Arbeit gut vorbereitet und wurden ebenfalls mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Seit Beginn des Projekts im Jahr 2004 haben über 1.500 Kinder und ihre Familien von frühstart profitiert.