Zahlreiche Stellungnahmen von Berufsverbänden und wissenschaftlichen Instituten wie dem DJI, der Liga für das Kind und der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) fordern, dass der quantitative Ausbau "U3" nicht ohne qualitativen Ausbau erfolgen darf. Ein zentraler Ansatzpunkt des qualitativen Ausbaus betrifft dabei die Frage der Qualifikation des Personals. Da in der derzeitigen ErzieherInnenausbildung das Thema "U3" nicht verbindlicher Bestandteil ist, muss das Personal von Kindertageseinrichtungen entsprechend nachqualifiziert werden, wenn Kinder in den ersten drei Jahren aufgenommen werden. Obwohl sich in den letzten Jahren das Bewusstsein für die Nachqualifizierung in diesem Bereich in zahlreichen kurz- und langzeitigen Weiterbildungen niedergeschlagen hat, ist davon auszugehen, dass der Nachqualifizierungsbedarf noch lange nicht gedeckt ist und auch die Weiterbildungen sich mehrheitlich noch in einer Erprobungsphase befinden.
Die VertreterInnen aus Wissenschaft, Fachpraxis und Weiterbildung werden Qualitätskriterien für die Weiterbildung zu „Kinder in den ersten drei Jahren“ entwickeln. Diese Qualitätskriterien geben Orientierung bei der Planung und Durchführung von Weiterbildungsangeboten und beinhalten neben einem Kompetenzprofil Empfehlungen zu Inhalten und der Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse und Rahmenbedingungen. Weitere ExpertInnen aus Forschung und Praxis werden durch die Vergabe von Expertisen in diesen Prozess einbezogen.
Zur Expertengruppe Kinder unter drei Jahren
Bericht zur dritten Sitzung der Expertengruppe "Kinder unter 3 Jahren" am 14.07.2010
Die Ergebnisse aus dem Qualifizierungbereich sind im „Wegweiser Weiterbildung "Kinder in den ersten drei Lebensjahren" aufbereitet und im Mai 2011 veröffentlicht worden.
Anna von Behr
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E-Mail: vonbehr(at)dji.de