Arbeitsweise von WiFF

WiFF agiert im Austausch mit dem Feld der Frühpädagogik und basierend auf empirischen Befunden. Die vom Projekt angewendeten Methoden spiegeln diesen Ansatz wieder.


Bei der Entwicklung von Materialien und fachpolitischen Empfehlungen bezieht WiFF die Expertise des frühpädagogischen Feldes ein. Zentrales Forum dafür sind Expertengruppen: Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Politik kommen auf Einladung der WiFF zusammen, um sich zu einem Thema der Frühpädagogik auszutauschen. Insbesondere die Kompetenzprofile der Wegweiser Weiterbildung, die zu einem Qualifizierungsbereich zentrale Kompetenzen der frühpädagogischen Fachkraft bzw. von Schlüsselpersonen der Aus- und Weiterbildung beschreiben, entstehen in Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern von Trägern, Einrichtungen, Verbänden und Hochschulen.

Laufende Expertengruppen

Inklusion: Teilhabe und Partizipation in Kindertageseinrichtungen

Thema
Voraussetzung für die Umsetzung einer inklusiv ausgerichteten Pädagogik ist es, Kindern Teilhabe und Partizipation in der Kita zu ermöglichen. Dafür sind Angebote erforderlich, die seinem Entwicklungsstand angemessen sind. Ziel ist, dass sich jedes Kind im Kita-Alltag aktiv einbringen und zum Beispiel auf sein Spielen und Lernen Einfluss nehmen kann. 

Vorgehen
Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) beschäftigt sich mit der Frage, welche Kompetenzen Kita-Fachkräfte für Teilhabe und Inklusion im Kita-Alltag benötigen. Dabei bezieht WiFF eine Expertengruppe aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Personen, die in der Qualifizierung frühpädagogischer Fachkräfte oder im Arbeitsfeld Kita tätig sind, ein. Sie diskutieren die Bedeutung von Teilhabe und Partizipation für ein inklusives und sozial gerechtes Bildungssystem und erarbeiten ein Kompetenzprofil für Kita-Fachkräfte.  

Ergebnisse
Das Kompetenzprofil beschreibt, was Kita-Fachkräfte können und wissen müssen, damit Teilhabe und Inklusion in der Kita gelingen. Es wird im Mittelpunkt eines neuen Bandes der Reihe "Wegweiser Weiterbildung" stehen. Die Reihe richtet sich an Weiterbildnerinnen und Weiterbildner, die Seminare für Kita-Fachkräfte zu diesem Thema entwickeln und anbieten.

Kontakt

Anna Gaigl

Mitglieder

NameInstitution
Daniel FrömbgenKinder- und Familienzentrum Bremen
Anna GaiglWeiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte
Prof. Dr. Ulrich HeimlichLudwig-Maximilians-Universität München
Sandra HörnerStuttgarter Eltern-Kind-Gruppen e.V.
Prof. Dr. Anke KönigWeiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte
Prof. Dr. Maria KronUniversität Siegen
Prof. Dr. Birgit LeyendeckerRuhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Sabine LingenauberHochschule Fulda
Meral MeindlFachakademie für Sozialpädagogik Freising
Axel MöllerDKJS Regionalstelle Sachsen, Dresden
Prof. Dr. Sascha NeumannUniversität Freiburg/ Université de Fribourg
Dr. Antje Richter-Kornweitz Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V., Hannover
Prof. Dr. Christine ThonEuropa Universität Flensburg
Irmgard WagnerEvangelische Kirchengemeinde Zwingenberg      
Ursula WinklhoferDJI, München

 

Naturwissenschaftliche Bildung

Zahlreiche Ansätze und Angebote sollen Kindern naturwissenschaftliche Themen zugänglich machen und diese im Bereich der Frühen Bildung verankern, zum Beispiel "Kinder-Unis", Mitmach-Ausstellungen oder der "Tag des kleinen Forschers". Wie Naturwissenschaftliche Bildung im Elementarbereich konkret gestaltet werden soll, dazu machen die Bildungspläne der Länder unterschiedliche Angaben und lassen den Einrichtungen große Spielräume. Auch in der Diskussion über die Didaktik Naturwissenschaftlicher Bildung gibt es unterschiedliche, teilweise weit auseinandergehende Positionen.

Vorgehen
WiFF möchte die unterschiedlichen Ansätze der Frühen Naturwissenschaftlichen Bildung diskutieren, einen Auftrag für die Elementardidaktik herausbilden und erarbeiten, welche Kompetenzen das pädagogische Personal dafür benötigt. An diesen Prozess beteiligt ist eine Gruppe aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Personen, die in der Qualifizierung frühpädagogischer Fachkräfte oder im Arbeitsfeld Kita tätig sind.

Ergebnisse
Die Expertengruppe berät und begleitet die Entstehung des "Wegweisers Weiterbildung" zum Thema. Die Reihe richtet sich an Weiterbildnerinnen und Weiterbildner, die Seminare für Kita-Fachkräfte zu diesem Thema entwickeln und anbieten.

Kontakt
Nicole Spiekermann

Die Mitglieder der Expertengruppe im Profil

Mitglieder

NameInstitution
Dr. Eva Born-RaucheneckerDeutsches Jugendinstitut e.V., München
Professor Dr. Ulrich GebhardUniversität Hamburg
Manuela LiebigTechnische Universität Dresden
Dipl.-Biol. Eva von LöbbeckeBüro für angewandte Biologie, Hespe
Dr. Janna PahnkeStiftung Haus der kleinen Forscher, Berlin
Dipl. Päd. Diana RosenfelderPlanung und Gestaltung von naturnahen Außengeländen
in Kindergärten, Köln
Professorin Dr. Annette SchmittHochschule Magdeburg-Stendal
Christiane SchweitzerLandrat-Gruber-Schule, Groß-Umstadt
Nina SkorsetzForscherstation Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe
naturwissenschaftliche Bildung gGmbH, Heidelberg
Professorin Dr. Beate SodianLudwig-Maximilians-Universität München
Professorin Dr. Mirjam SteffenskyLeibniz-Institut für die Pädagogik der
Naturwissenschaften und Mathematik, Kiel
Dörte UtechtElbkinder – Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH, Hamburg
Professor Dr. Hartmut WedekindAlice Salomon Hochschule Berlin
Professorin Dr. Monika ZimmermannInternationale Berufsakademie der
F+U Unternehmensgruppe gGmbH, Heidelberg    
Professorin Dr. Anke KönigDeutsches Jugendinstitut e.V., München
Nicole SpiekermannDeutsches Jugendinstitut e.V., München

Inklusive Sprachliche Bildung

Inklusive Bildung soll gesellschaftliche Teilhabe für alle ermöglichen. Der Sprache kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Denn ohne Kompetenzen in der Landessprache wird eine Bildungskarriere erschwert. Die Kita kann den Spracherwerb durch eine Inklusive Sprachliche Bildung unterstützen. Sie schließt alle Kinder ein, auch die mit einer anderen Erstsprache als Deutsch sowie Kinder mit Schwierigkeiten beim Spracherwerb.

Vorgehen
Die Weiterbildungsinitiative beschäftigt sich mit der Frage, welche Kompetenzen Kita-Fachkräfte für eine Inklusive Sprachliche Bildung benötigen. Dabei bezieht WiFF eine Expertengruppe aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen ein. Sie diskutieren die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und sonderpädagogischen Maßnahmen für eine Inklusive Sprachliche Bildung und erarbeiten ein Kompetenzprofil für Kita-Fachkräfte.  

Ergebnisse
Das Kompetenzprofil für Kita-Fachkräfte wird im Mittelpunkt eines neuen Bandes der Reihe "Wegweiser Weiterbildung" stehen, der Ende des Jahres erscheint. Die Publikation richtet sich an Weiterbildnerinnen und Weiterbildner, die Seminare für Kita-Fachkräfte zu diesem Thema entwickeln und anbieten. Sie löst den WiFF-Wegweiser Weiterbildung "Sprachliche Bildung" aus dem Jahr 2011 ab.

Kontakt

Tina Friederich

Mitglieder

Name Institution
Prof. Dr. Timm Albers Universität Paderborn
Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek Universität zu Köln, Direktor des Mercator-Instituts für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
Prof. Eva Briedigkeit Fachhochschule Südwestfalen
Prof. Dr. Solveig Chilla Pädagogische Hochschule Heidelberg
Tina Friederich Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte
Prof. Dr. Iris Füssenich (em.) ehem. Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Prof. Dr. Annick De Houwer Universität Erfurt
Christa Kieferle Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP)
Prof. Dr. Anke König Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte
Prof. Dr. Jens Kratzmann Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Dr. Melanie Kuhn Université de Fribourg, Schweiz
Prof. Dr. Drorit Lengyel Universität Hamburg
Prof. Dr. Argyro Panagiotopoulou Universität zu Köln
Prof. Dr. Hans H. Reich (em.) ehem. Universität Koblenz Landau
Prof. Dr. Claudia Riehl Ludwig-Maximilians-Universität München
Jun.-Prof. Dr. Stephan Sallat Universität Erfurt

Abgeschlossene Expertengruppen

Leitung in Kindertageseinrichtungen

Leitungskräfte nehmen eine Schlüsselposition für die Qualitätsentwicklung im frühpädagogischen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungssystems ein: im Zusammenspiel mit den Trägern sind sie für Führung und Management der Kindertageseinrichtungen zuständig; sie tragen die Verantwortung für ihre pädagogischen Mitarbeiter und deren Fort- und Weiterbildung. Zudem haben Leitungskräfte einen wesentlichen Anteil daran, fachliche Innovationen im Einrichtungsalltag zu verankern und die Organisationsentwicklung im Spannungsfeld zwischen den Erwartungen der Trägerverantwortlichen, der Fachkräfte und der Eltern voranzutreiben.

Trotz dieser komplexen Aufgaben ist das Anforderungsprofil für die Leitungstätigkeit diffus. Ein allgemein akzeptiertes, länder- und trägerübergreifendes Verständnis über erforderliche Qualifikationen und Kompetenzen ist bislang nicht vorhanden. Auch liegt nur wenig systematisches Wissen darüber vor, wie die Einrichtungsleitungen ihre Rolle verstehen, wie sie ihre Tätigkeit konkret ausfüllen, auf welche Problemen sie stoßen, über welche Kompetenzen sie tatsächlich verfügen und wo sie zusätzliche Weiterbildungsbedarfe haben. Insbesondere das Thema der Leitungsqualifizierung im Rahmen von Fort- und Weiterbildung ist bisher nicht ausreichend untersucht worden.

Vorgehen

Die von WiFF initiierte Expertengruppe "Leitung von Kindertageseinrichtungen" entwickelt Qualitätskriterien für die Weiterbildung von Leitungskräften. Vertreterinnen und Vertreter aus Fachpraxis, Wissenschaft und Fachpolitik diskutieren dazu den aktuellen Stand der Fachdebatte und erarbeiten ein Kompetenzprofil für Kita-Leitungen. Darüber hinaus werden Empfehlungen zur Gestaltung von Weiterbildungsangeboten formuliert sowie exemplarische Vorschläge zu deren Umsetzung.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Expertengruppe wurden im Wegweiser Weiterbildung Nr. 10 Leitung von Kindertageseinrichtungen veröffentlicht.

Kontakt

Dr. Regine Schelle

   

Mitglieder

NameInstitution
Veronika BergmannSozialpädagogisches Fortbildungszentrum Mainz, Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung
Prof. Dr. Nicole Böhmer

Hochschule Osnabrück

Dr. Beatrix Broda-KaschubeStaatsinstitut für Frühpädagogik (IFP), München
Prof. Dr. Michael BrodowskiAlice Salomon Hochschule Berlin
Pia Theresia FrankeVerband katholischer Kindertagesstätten Bayern e.V.
Dr. Karin GarskeSozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg
Prof. Dr. Ralf Haderlein

Hochschule Koblenz

Dr. Gudrun JakubeitOrganisationsberatung, München
Karin KaltenbachAWO Bundesakademie
Susanne M. Nagel-PrinzNetzwerk Blütezeit - Forschung, Entwicklung und Transfer für gute und gesunde Arbeit und Bildung, Lüneburg
Prof. Dr. Gabriele Nette

Evangelische Hochschule Dresden

Prof. Dr. Peter PaulusLeuphana Universität Lüneburg
Veronika Reitschuster-Bauer

Jugendamt Düsseldorf

Pia SchnadtFröbel Competence GmbH, Berlin
Susanne Skoluda-Feldes Ministerium für Integration, Familie, Kinder und Frauen Rheinland-Pfalz 
Prof. Dr. Petra StrehmelHochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Eva WichtlLeitung einer Kindertageseinrichtung und freie Weiterbildnerin, Stromberg
Gabi WiegelKindertagesstätte Zauberland, Sulingen
Ingrid Wilk-Pilger

Berufskolleg Vera Beckers Krefeld   

Michael WünscheEvangelische Hochschule Freiburg 

Kompetenzprofil Praxisanleitung

Für den Kompetenzerwerb von Nachwuchskräften in Kindertageseinrichtungen ist die Praxisanleitung von zentraler Bedeutung. Welches Potential am Lernort Praxis entfaltet wird, ist davon abhängig, wie Studierende und Auszubildende in der Praxis begleitet werden. Professionelle Handlungskompetenzen werden vor allem dann erworben, wenn dazu angeregt wird, theoretisches Wissen und Alltagswelten differenziert aufeinander zu beziehen. Deshalb beschäftigt sich die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) mit der Qualität der Praxisanleitung.

Vorgehen

WiFF hat eine Expertengruppe zum Thema „Praxisanleitung“ einberufen. Mit den Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Aus- und Weiterbildung sowie Fachpolitik diskutiert WiFF die Tätigkeit der Praxisanleitung auf theoretischer und praktischer Ebene und  arbeitet zentrale Handlungsanforderungen an Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter sowie ein Kompetenzprofil für ihr Tätigkeitsprofil heraus. Darüber hinaus werden Empfehlungen zur Gestaltung von Lehr-Lernprozessen gegeben, die konkrete Umsetzung einer Weiterbildung beschrieben und Literatur- und Medienempfehlungen für Weiterbildnerinnen und Weiterbildner aufgeführt.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Expertengruppe wurden im Wegweiser Weiterbildung Nr. 8 "Mentorinnen und Mentoren am Lernort Praxis" veröffentlicht.

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Nicole Spiekermann

Mitglieder

NameInstitution
Dr. Sigrid ChristeinerKatholischen Fachakademien in Bayern
Angelika DillerFreiberufliche Referentin
Detlef Diskowski

Land Brandenburg

Sigrid EbertDipl. Psych.und Organisationsentwicklerin
Christiane EhmannBerliner Institut für Frühpädagogik
Dr. Sabine FischeHochschule Ludwigshafen am Rhein
Claudia Fligge-HoffjannBundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Heinz Gabler

Bundesarbeitsgemeinschaft Praxisreferate an Hochschulen für Soziale Arbeit in Deutschland

Rita HaberkornOberstudienrätin, tätig in der Fort- und Weiterbildung
Maike JanssenNiedersächsisches Kultusministerium
Jens Krabel

Koordinationsstelle Männer in Kitas, Katholische Hochschule für Sozialwesen

Dr. Holger Küls

Fachberater für Sozialpädagogik bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde, Berufsbildende Schule Walsrode

Sandra MahlerKita "Haus der Kinder"
Jens MüllerFachhochschule Kiel
Christiane MünderleinEvangelischer KITA-Verband Bayern e.V.
Tina Prinz

Forschungs- und Innovationsverbund an der
Evangelischen Hochschule Freiburg e.V. (Five)

Alexandra RothEvangelische Hochschule Darmstadt
Ute Rumpel       Kita Haus der Kinder
PD Dr. Corinna SchmudeAlice Salomon Hochschule Berlin
Ruth Schwake

Bundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erzieher/innen (BöfAE)

Petra Stahmer-BrandtFachjournalistin, Coach, Fortbildnerin u. Fachbuchautorin
Prof. Dr. Ulrike Voigtsberger Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Astrid WallenhauerHenriette Goldschmidt Schule

Kinder und Familien in Armutslagen

In Deutschland ist etwa jedes fünfte Kind unter sechs Jahren von Armut betroffen bzw. armutsgefährdet. Kinder in ökonomischen Risikolagen sehen sich vielen gesellschaftlichen Barrieren gegenüber, werden in vielerlei Hinsicht benachteiligt und ausgeschlossen. Dabei ist zu beachten, dass Armut viele Gesichter hat und sich nicht nur auf die fehlenden finanziellen Ressourcen beschränkt: Kinderarmut zeigt sich materiell, sozial, geistig und kulturell, seelisch und emotional. Sie zeigt sich in der Benachteiligung im Kontext von Bildung und aufgrund sozialer Herkunft, in Wertorientierungen und auch als Vernachlässigung und Gewalt. Daraus lässt sich allerdings nicht schlussfolgern, dass sich die genannten Auswirkungen bei allen von Armut betroffenen Kindern zeigen.

Frühpädagogische Fachkräfte benötigen spezifisches Wissen und pädagogische Konzepte, um betroffenen Kindern und ihren Familien begegnen zu können. Zentrale pädagogische Herausforderungen bestehen darin, die individuelle Situation eines Kindes wahrzunehmen und die damit verbundenen besonderen Bedürfnisse aufzugreifen. Das heißt auch Stereotypisierungen und Stigmatisierungen in der pädagogischen Arbeit vorzubeugen sowie eng mit dem Umfeld zusammen zu arbeiten.

Der berufsbegleitenden Weiterbildung kommt eine zentrale Bedeutung zu, damit Fachkräfte die dafür notwendigen Kompetenzen erwerben können.

Vorgehen

Aufgabe der Expertengruppe "Inklusion: Kinder und Familien in Armutslagen" ist es, zur Sicherung der Qualität von Weiterbildungen zu diesem Thema beizutragen. Es wird ein Wegweiser Weiterbildung entwickelt, indem Forschungsstand und Fachdiskussion in einer Expertise dargelegt, zentrale Kompetenzen der Fachkräfte formuliert und Beispiele für die Umsetzung des Kompetenzansatzes in Weiterbildungen aufgezeigt werden.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Expertengruppe wurden in dem Wegweiser Weiterbildung Nr. 9 "Inklusion - Kinder und Familien in Armutslagen" veröffentlicht.

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Anita Meyer

Mitglieder

NameInstitution
Daniel FrömbgenKinder- und Familienzentrum Bremen
Marion von zur GathenDer Paritätische Bundesverband
Prof. Dr. Johann Michael GleichKatholische Hochschule Köln
Kirsten HeitmannAWO-Kindertagesstätte Hannover
Heinz HilgersDeutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
Sandra HörnerEvangelische Kindergärten Zuffenhausen und Multiplikatorin "Chancengleich"
Prof. Dr. Bernhard KalickiDeutsches Jugendinstitut e.V.
Christina KruseBertelsmann Stiftung
Anita MeyerDeutsches Jugendinstitut e.V.
Annette OttoVolkshochschule Scharmbeck
Elisabeth Pentenrieder-GiermannKindertageseinrichtungen der Stadt Freising
Dr. Antje Richter-KornweitzLandesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V.
Uwe SandvossNetzwerk Frühe Förderung Stadt Dormagen
Nicola SchoppBündnis Kindergrundsicherung Berlin
Prof. Dr. Heike SchulzeFachhochschule Erfurt
Prof. Dr. Vera SparschuhHochschule Neubrandenburg
Dr. Heinz-Jürgen StolzMinisterium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Nordrhein-Westfalen
Prof. Dr. Hans WeißInterdisziplinäre Frühförderung e.V. Bayern
Ursula WinklhoferDeutsches Jugendinstitut e.V.

Kompetenzprofil Weiterbildner/in

Die berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte ist im Unterschied zur Ausbildung wenig reguliert. In fachöffentlichen Diskursen werden die fehlende Transparenz der Anbieter, qualitative Beliebigkeit der Angebote und mangelnde Anschlussfähigkeit kritisiert.

Unstrittig ist, dass die Qualität der Angebote maßgeblich von den Kompetenzen der Weiterbildnerinnen und Weiterbildner abhängig ist. Doch bisher gibt es für diese Berufsgruppe keine verbindlichen Vorgaben. Dies bestätigt eine bundesweite Befragung der WiFF unter Weiterbildungsanbietern (2010): Die frühpädagogischen Weiterbildnerinnen und Weiterbildner besitzen ganz unterschiedliche formale Qualifikationen, Felderfahrungen und erwachsenenpädagogische Kompetenzen.

Hinsichtlich der Qualität und Wirksamkeit von Weiterbildungsveranstaltungen stellen sich die folgenden Fragen:

  • Mit welchen wissenschaftlichen Erkenntnissen, mit welchen  Formaten und  mit welcher Didaktik können Weiterbildungsreferentinnen und -referenten die Handlungskompetenz der Lernenden weiterentwickeln?
  • Welche spezifischen Kompetenzen benötigen Weiterbildnerinnen und Weiterbildner, die mit frühpädagogischen Fachkräften arbeiten?
  • Wie sollte ein Kompeztenzprofil für Weiterbildnerinnen und Weiterbildner aufgebaut sein?

Ein Kompetenzprofil für Weiterbildnerinnen und Weiterbildnern fördert die Qualitätsentwicklung und -sicherung. Zudem trägt es dazu bei, die Anforderungen an Weiterbildnerinnen und Weiterbildner für Anbieter, Interessenten sowie Anstellungsträger transparent und überprüfbar zu machen. Ein Kompetenzprofil als fachliche Grundlage ist ein wichtiger Schritt hin zur Professionalität im Tätigkeitsfeld „Weiterbildner/in“.

Vorgehen

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) hat eine Expertengruppe „Kompetenzprofil Weiterbildner/in“ einberufen. Vertreterinnen und Vertreter aus Fachpraxis, Wissenschaft und Fachpolitik reflektieren den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion und entwickeln ein Kompetenzprofil für Weiterbildnerinnen und Weiterbildner in der frühpädagogischen Fort- und Weiterbildung.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Expertengruppe wurden als Wegweiser Weiterbildung Nr. 7 "Kompetenzorientierte Gestaltung von Weiterbildungen" erschienen. Inhalte sind  der Stand der Fachdiskussion, ein Kompetenzprofil für WeiterbildnerInnen, Empfehlungen zur kompetenzorientierten Gestaltung von Weiterbildungsangeboten sowie eine exemplarische Umsetzung dieser Empfehlungen.

Kontakt

Anna Gaigl

Mitglieder

NameInstitution
Nils BernhardssonDeutsches Institut für Erwachsenenbildung e.V.
Dr. Inga BodenburgBildungswerkstatt Stellau
Dr. Beatrix Broda-KaschubeStaatsinstitut für Frühpädagogik (IFP)
Prof. Dr. Monika BuhlRuprecht-Karls-Universität Heidelberg
Christel van DiekenLernwerkstatt van Dieken
Prof. Dr. Doris EdelmannPädagogische Hochschule St. Gallen
Ursula HarbichPädagogisches Institut München
PD Dr. Aiga von HippelLudwig-Maximilian-Universität München
Dr. Astrid Kerl-Wienecke (Gast)Deutsches Jugendinstitut e.V. (DJI)
Dr. Ludger MehringGemeinsame Vertretung der Bundesverbände der Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik
 Jan Nissen       

Ministerium für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein
Dr. Christa PreissingInternationale Akademie (INA) gGmbH an der FU Berlin
Isabel PutzerBayerisches Rotes Kreuz, Landesgeschäftsstelle
Dr. Katharina SchenkTraining & Beratung für Berufliche Aus- und Weiterbildung; Mitarbeiterin TU Dresden
Ina SchüttSchabernack e.V.
Mag. Irmgard StieglmayerWeiterBildungsAkademie Österreich (wba)
Carola Christine WildtSozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB)

Kinder mit Behinderung

Seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland wird ein "inlcusive education system" gefordert – ein Bildungssystem, das eine "Sonderpädagogik" für spezielle Zielgruppen aufgibt und  heterogene Ausgangsbedingungen von Kindern als normal ansieht und systematisch berücksichtigt. Dazu gehören auch Kinder mit Behinderung. 
 
2010 wurden in Deutschland rund 82.000 Kinder mit Behinderung im Alter bis zum Schuleintritt in einer Kindertageseinrichtung betreut. Ein Großteil dieser Kinder besucht integrative Einrichtungen, deren Zahl bundesweit steigt. Waren es 1998 noch knapp 7.800 Einrichtungen, hat sich ihre Anzahl bis 2009 fast verdoppelt auf 14.300 Einrichtungen. Gleichzeitig sank die Zahl der Tageseinrichtungen speziell für behinderte Kinder seit 1998 deutlich und liegt momentan relativ konstant bei rund 350.

Neben Kindern mit Behinderung sind in Kindertageseinrichtungen Kinder, bei denen zwar keine Behinderung diagnostiziert wurde, die aber leichte Behinderungen oder Entwicklungsauffälligkeiten aufweisen oder die in einem Risikoumfeld aufwachsen. Für diese Kinder fehlt den Einrichtungen der rechtliche Anspruch auf besondere Rahmenbedingungen und die dafür erforderlichen finanziellen Mittel.

Frühpädagogische Fachkräfte haben damit immer häufiger die Aufgabe, Kinder mit Behinderung inklusiv zu betreuen. Damit sind weitreichende Anforderungen verbunden: die individuelle Situation eines Kindes unter Berücksichtigung verschiedener Gruppenzugehörigkeiten wahrzunehmen, die besonderen Bedürfnisse der Kinder aufzugreifen, Stereotypisierungen und Stigmatisierungen vorzubeugen sowie eng mit dem Umfeld und externen Therapeutinnen und Therapeuten zu kooperieren. Für eine erfolgreiche Umsetzung sind entsprechende pädagogische Konzepte erforderlich.

Vorgehen

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte hat eine Expertengruppe „Kinder mit Behinderung im Kontext inklusiver Frühpädagogik“ einberufen. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Fachpraxis und Weiterbildung reflektierten den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Fachdiskussion und entwickelten Kompetenzprofile für Frühpädagogische Fachkräfte in diesem Qualifizierungsbereich.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Expertengruppe wurden in dem Wegweiser Weiterbildung Inklusion - Kinder mir Behinderung veröffentlicht. Die Publikation umfasst den Stand der Fachdiskussion, ein Kompetenzprofil, Empfehlungen zur Gestaltung von Weiterbildungsangeboten, sowie eine exemplarische Umsetzung dieser Empfehlungen.

Kontakt

Tina Friederich

Mitglieder

NameInstitution
Jun. Prof. Dr. Timm AlbersPädagogische Hochschule Karlsruhe
Christiane BoppDeutscher Caritasverband e.V.
Mike BreitbartPädagogische Akademie Elisabethenstift gemeinnützige GmbH
Christa ButtermannEvang. Landesverband Tageseinrichtungen
Rainer DillenbergBundesvereinigung Lebenshilfe e.V.
Tina FriederichDeutsches Jugendinstitut e.V., Wissenschaftliche Referentin WiFF
Prof. Dr. Iris FüssenichPädagogische Hochschule Ludwigsburg
Prof. Dr. Ulrich HeimlichLudwig-Maximilians-Universität München
Sabine HermSozialpädagogische Fortbildungsstätte
Prof. Dr. Jo JergEvangelische Hochschule Ludwigsburg
BA Frühkindliche Bildung und Erziehung
Prof. Dr. Bernhard KalickiDeutsches Jugendinstitut e.V., Abteilungsleiter, Wissenschaftliche Leitung WiFF
Daniela Kobelt NeuhausKarl Kübel Stiftung für Kind und Familie
Michael KomorekArbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
Susanne KrauseWirbelwind gemeinnützige GmbH
Lebenshilfehaus für Kinder
Prof. Dr. Max KreuzerHochschule Niederrhein
Fachbereich Heil- und Sonderpädagogik
Prof. Dr. Maria KronUniversität Siegen, Fachbereich 2: Erziehungswissenschaft / Psychologie, Siegen
Simone Kunze-StrotmannEvangelische Fachschulen Osnabrück (EFS)
Prof. Dr. Sabine LingenauberHochschule Fulda
Franziska Rützel-RichthammerLandeshauptstadt München, Ref. für Bildung und Sport
Dr. Regine SchelleDeutsches Jugendinstitut e.V., Wissenschaftliche Referentin WiFF
Prof. Dr. Simone SeitzUniversität Bremen
Prof. Dr. Anne-Dore SteinEvangelische Fachhochschule Darmstadt
Integrative Heilpädagogik

Kulturelle Heterogenität in Kindertageseinrichtungen

In der Altersgruppe Kinder weist jedes dritte Kind unter sechs Jahren bundesweit einen Migrationshintergrund auf. Gleichzeitig ist der prozentuale Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund nicht gleichmäßig verteilt, vielmehr lässt sich eine Ballung in bestimmten Regionen und Stadtteilen feststellen. Vor dem Hintergrund der Bevölkerungszusammensetzung ist „Migration“ für den Großteil der Fachkräfte ein Thema. Dabei sind Kinder mit Migrationshintergrund keine homogene Gruppe, sondern unterscheiden sich hinsichtlich unterschiedlicher soziokultureller Aspekte in ihrer Herkunftsfamilie wie Sprache, sozio-ökonomischer Status, Bildungsabschlüsse der Eltern, Religion, Kultur, Lebensstile, Erziehungsverhalten, Werte, Normen und vielem mehr.

Wenn die hohen Erwartungen an Kindertageseinrichtungen, die gesellschaftliche Integration von Familien mit Migrationshintergrund zu unterstützen und so einen Beitrag zur Chancengerechtigkeit zu leisten, erfüllt werden sollen, müssen ErzieherInnen auf diese Aufgabe besser vorbereitet werden als dies bisher der Fall ist. Die pädagogische Herausforderung besteht darin, die Heterogenität der Gruppe wahrzunehmen und gleichzeitig für migrationsspezifische Aspekte in konkreten Lebensbedingungen sensibilisiert zu bleiben. Dabei ist mit einer inklusiven Perspektive die Chance verbunden, Migrationshintergrund als eine Heterogenitätsdimension unter anderen wahrzunehmen, sensibel für die Wechselwirkungen mit anderen Heterogenitätsdimensionen zu werden und kategoriale Zuschreibungen zu vermeiden.

Vorgehen

In Kooperation mit der Expertengruppe werden themenspezifische Qualitätskriterien für die Weiterbildung entwickelt. Weitere ExpertInnen aus Forschung und Praxis werden durch die Vergabe von Expertisen in diesen Prozess einbezogen.

Ergebnis

Die Ergebnisse der Expertengruppe wurden in dem Wegweiser Weiterbildung "Inklusion – Kulturelle Heterogenität in Kindertageseinrichtungen" veröffentlicht. Der Wegweiser Weiterbildung umfasst eine Expertise über den Stand der Fachdiskussion, ein Kompetenzprofil, Empfehlungen zur Gestaltung von Weiterbildungsangeboten, sowie eine exemplarische Umsetzung dieser Empfehlungen.

Kontakt

Tina Friederich

 

Mitglieder

NameInstitution
Wolfgang BarthArbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V., Berlin
Prof. Dr. Tanja BetzGoethe-Universität Frankfurt, Frankfurt a. M.
Livia DaveriRegionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), Essen
Sybille Fischer Evangelische Hochschule Freiburg, Freiburg i. Br.
Dr. Olaf Hahn Robert Bosch Stiftung, Stuttgart
Margret Junkert Institut für interkulturelle Bildung im Elementarbereich e.V. (IPE), Mainz
Dr. Joscha KärtnerNiedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe), Osnabrück
Daniela Kobelt NeuhausKarl Kübel Stiftung für Kind und Familie, Bensheim
PD Dr. Birgit LeyendeckerRuhr-Universität Bochum, Bochum
Prof. Dr. Ursula Neumann Universität Hamburg, Hamburg
Dr. Berrin Özlem Otyakmaz TU Dortmund, Dortmund
Christine PreißDeutsches Jugendinstitut, München
Tanja Salem Universität Hamburg, Hamburg
Dr. Monika Springer-Geldmacher

Autorin von: Handbuch Migration und Familien. Grundlagen für die Soziale Arbeit mit Familien,

Ratingen
Annika Sulzer"Projekt Kinderwelten" INA gGmbH/Institut für den Situationsansatz, Berlin
Susanne Talmon Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Projekt Frühstart, Frankfurt a. M.
Prof. Dr. Claudia M. UeffingHochschule München, München
Anne ZehnbauerDeutsches Jugendinstitut, München

Anschlussfähige Bildungswege

Seit 2004 gibt es in Deutschland kindheitspädagogische Hochschulstudiengänge, die auch für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen qualifizieren. Bisher ist nur in Ansätzen beschrieben und erforscht, welche Chancen dieses neue Ausbildungsangebot bietet. Offen ist auch, wie durchlässig die einzelnen Studiengänge sind: Unter welchen Voraussetzungen können Erzieherinnen und Erzieher ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung studieren? In welchem Umfang werden beruflich erworbene Kompetenzen auf ein Studium angerechnet und welche Verfahren werden angewendet?

Vorgehen

Um Bildungswege anschlussfähig zu machen, ist die Zusammenarbeit aller Akteure im Qualifizierungssystem erforderlich. Deshalb hat die Weitbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) eine Expertengruppe zum Thema "Anschlussfähige Bildungswege" einberufen, die zwischen Dezember 2011 und Oktober 2012 Positionen, Erfahrungen und Herausforderungen der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung diskutiert und Handlungsempfehlungen erarbeitet hat.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Expertengruppe hat die WiFF in der Publikation "Kindheitspädagogische Bachelorstudiengänge und anschlussfähige Bildungswege. Chancen – Hürden – Lösungswege" veröffentlicht.

Kontakt

Dr. Carola Nürnberg

Mitglieder

NameInstitution
Prof. Dr. Ulrich BartoschFachbereichstag Soziale Arbeit / Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Michael BaumeisterBundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erzieher (BöfAE), Frankfurt
Monika BenedixBundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder e.V., Berlin
Bernt-Michael Breuksch Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ)
Prof. Dr. Ursula CarleUniversität Bremen
Jasmin Drechsler Absolventin, Katholische Stiftungsfachschule München
Bernhard EibeckGewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Frankfurt /Main
Michaela FeiglFachhochschule Frankfurt am Main
Prof. Dr. Martin FischerKarlsruher Institut für Technologie
Dr. Walburga FreitagHIS-Institut für Hochschulforschung, Hannover
Prof. Dr. Klaus Fröhlich-GildhoffEvangelische Hochschule Freiburg
Dr. Eberhard FunkDeutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Berlin
Prof. Dr. Ralf Haderlein Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung im Kindesalter (BAG-BEK), Fachhochschule Koblenz
Prof. Dr. Hilmar HoffmannStudiengangstag „Pädagogik der Kindheit“ / Universität Osnabrück
Prof. Dr. Elke Kruse Fachhochschule Düsseldorf
Prof. Dr. Margitta Kunert-Zier Fachhochschule Frankfurt /Main
Prof. Dr. Helmut LechnerHochschule München
Björn Mellies (OstR) Bayerisches Ministerium für Unterricht und Kultus (Mitarbeit bis Ende 2011)
Solveig Möllenkamp Deutscher Berufsverband für Frühpädagogik e.V. (DBFF), Emden
Dr. Volker PudzichMarianum Hegne/Bundesarbeitsgemeinschaft katholischer Ausbildungsstätten für Erzieherinnen/Erzieher (BAGKAE)
Professor Dr. Sabine Reh Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), TU Berlin
Irene Waller-Kächele  Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten für Sozialpädagogik (BeA)

Frühe Bildung - Bedeutung und Aufgaben der pädagogischen Fachkraft

In der gegenwärtigen  Fachdiskussion um frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung gewinnt die Gestaltung von Bildungs- und Lernprozessen an Bedeutung. Dabei wird in der Diskussion über kindliche Bildungs- und Lernprozesse im Elementarbereich zum einen hervorgehoben, dass jedes Kind über ausreichend Ressourcen und Kompetenzen verfügt, sich selbst zu bilden. Zum anderen wird der entscheidende Einfluss der Umwelt, insbesondere der Erwachsenen hervorgehoben. Das eigene Verhalten in diesem Spannungsfeld einzuschätzen, ist für frühpädagogische Fachkräfte eine besondere Herausforderung. Im Fokus dieser Expertengruppe stehen die Auseinandersetzung mit einem frühpädagogischen Didaktikbegriff und die Erarbeitung von Materialien für die Weiterbildung.

Vorgehen

Die Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Fachpraxis und Weiterbildung reflektierten in der Expertengruppe den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Fachdiskussion und entwickeltenn Kompetenzprofile für frühpädagogische Fachkräfte in diesem Qualifizierungsbereich.

Ergebnisse

Die Ergebnisse aus dem Qualifizierungsbereich wurden im Wegweiser Weiterbildung "Frühe Bildung - Bedeutung und Aufgaben der pädagogischen Fachkraft" veröffentlicht.

Kontakt

Dr. Regine Schelle

Mitglieder

NameInstitution
Prof. Dr. Anna Katharina BraunOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg Fakultät für Naturwissenschaften Institut für Biologie
Prof. Dr. Peter CloosUniversität Hildesheim Institut für Erziehungswissenschaft
Barbara DaiberUniversität Bremen Fachbereich 12: Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Angelika DillerDeutsches Jugendinstitut e.V., Projektleitung WiFF
Walter EllermannDorothea-Schlözer-Schule, Lübeck
Katja FlämigDeutsches Jugendinstitut e.V., wissenschaftliche Referentin, Außenstelle Halle
Prof. Dr. Johann GänglerTU Dresden Fakultät Erziehungswissenschaften Institut für Berufliche Fachrichtungen
Prof. Dr. Hilmar HoffmannUniversität Osnabrück Fachbereich 3: Erziehungs- und Kulturwissenschaften Institut für Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Dagmar KasüschkeFachhochschule Düsseldorf Fachbereich 6: Sozial- und Kulturwissenschaften
Prof. Dr. Anke KönigHochschule Vechta Institut für Soziale Arbeit, Bildungs-und Sportwissenschaften
Dr. Hans Rudolf LeuDeutsches Jugendinstitut e.V., Abteilungsleiter, Wissenschaftliche Leitung WiFF
Prof. Dr. Ludwig LiegleEberhard Karls Universität Tübingen Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften Institut für Erziehungswissenschaft
Edith OstermayerSelbstständige Weiterbildnerin, Mainz
Dr. Janna PahnkeStiftung Haus der kleinen Forscher, Berlin
Prof. Dr. Gerd E. SchäferUniversität zu Köln Humanwissenschaftliche Fakultät Institut für Bildungsphilosophie, Anthropologie und Pädagogik der Lebensspanne
Dr. Regine SchelleDeutsches Jugendinstitut e.V., Wissenschaftliche Referentin WiFF
Sarah SchmelzeisenDeutsches Jugendinstitut e.V., Wissenschaftliche Referentin WiFF (z. Z. in Mutterschutz)
Prof. Dr. Angelika Speck-HamdanLudwig-Maximilians-Universität Fakultät für Psychologie und Pädagogik Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik

Zusammenarbeit mit Eltern

Die Zusammenarbeit mit Eltern ist die zweite zentrale Säule der fachlichen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen. Vor dem Hintergrund heterogener familiärer Lebenslagen und veränderten familialen Anforderungen hat sich das Aufgabenspektrum erheblich ausgeweitet. Zentrales Anliegen ist die Information und Einbindung der Eltern, die eine pädagogische Abstimmung zwischen Familie und Kita zum Wohle des Kindes ermöglichen soll. Darüber hinaus werden Eltern- und familienunterstützende Angebote gemacht, die zugeschnitten sind auf unterschiedliche familiale Bedarfe. Die Kita als Ort der Begegnung für Eltern und Familien und als Ausgangspunkt für den Aufbau eines familienfreundlichen Netzwerkes hat in den letzen Jahren an Bedeutung gewonnen. Auch die Einbindung der Eltern in die Früherkennung kindlicher Problemlagen und präventiver Angebote ist eine der institutionellen Stärken der Kitas. Dieses umfassende Verständnis der Zusammenarbeit mit Eltern erfordert differenzierte Kompetenzen, die in der Regel in der Ausbildung nicht umfassend vermittelt werden können.

Vorgehen

Die VertreterInnen aus Wissenschaft, Fachpraxis und Weiterbildung entwickelten auf Grundlage eines Dossiers zur "Zusammenarbeit mit Eltern" Qualitätskriterien für die Weiterbildung. Weitere Experteninnen und Experten aus Forschung und Praxis wurden durch die Vergabe von Expertisen in diesen Prozess einbezogen.

Ergebnisse

Die Ergebnisse aus der Expertenruppe wurden als „Wegweiser Weiterbildung Zusammenarbeit mit Eltern" aufbereitet und veröffentlicht.

Kontakt

Tina Friederich

Mitglieder

NameInstitution
Prof. Dr. Meinrad ArmbrusterUniversität Magdeburg
Prof. Dr. Petra BauerUniversität Tübingen
Dr. Inés BrockKita elementar, Magdeburg
Tina FriederichDeutsches Jugendinstitut e.V.; WiFF (Moderation und Begleitung)
Prof. Dr. Klaus Fröhlich-GildhoffEvangelische Hochschule Freiburg
Prof. Ulrike Hemberger Alice Salomon Hochschule, Berlin
Elke Katharina KlaudyUniversität Duisburg Essen
Dr. Hans Rudolf LeuDeutsches Jugendinstitut e.V., WiFF (Moderation und Begleitung)
Xenia RothMinisterium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Mainz
Dr. Peter SchlegelFachschule für Sozialpädagogik, Ludwigshafen
Dr. Sybille Stöbe-BlosseyUniversität Duisburg Essen
Renate ThierschUniversität Tübingen
Prof. Dr. Sigrid Tschöpe-SchefflerFachhochschule Köln
Petra WagnerKinderwelten, INA, Berlin
Dr. Monika WertfeinInstitut für Frühpädagogik, München
Elisabeth MinzlBayerischer Landesverband kath. Tageseinrichtungen für Kinder, München

Kinder in den ersten drei Lebensjahren

In Stellungnahmen fordern Berufsverbänden und wissenschaftlichen Instituten wie das DJI, die Liga für das Kind und die Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ), dass der quantitative Ausbau "U3" nicht ohne qualitativen Ausbau erfolgen darf. Ein zentraler Ansatzpunkt betrifft dabei die Frage der Qualifikation des Personals. Da in der derzeitigen ErzieherInnenausbildung das Thema "U3" nicht verbindlicher Bestandteil ist, muss das Kita-Personal entsprechend nachqualifiziert werden, wenn Kinder dieser Altersgruppe aufgenommen werden.

Vorgehen

Die Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Fachpraxis und Weiterbildung entwickelten Qualitätskriterien für die Weiterbildung zu "Kinder in den ersten drei Jahren". Diese Qualitätskriterien geben Orientierung bei der Planung und Durchführung von Weiterbildungsangeboten und beinhalten neben einem Kompetenzprofil Empfehlungen zu Inhalten und der Gestaltung der Lehr- und Lernprozesse und Rahmenbedingungen. Weitere Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis wurden durch die Vergabe von Expertisen in diesen Prozess einbezogen.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Expertengruppen wurden im Mai 2011 als Wegweiser Weiterbildung "Kinder in den ersten drei Lebensjahren" veröffentlicht.

Kontakt

Dr. Regine Schelle

Mitglieder

NameInstitution
Anna von BehrDeutsches Jugendinstitut e.V.; WiFF (Moderation und Begleitung)
Dr. Joachim BenselForschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen, Kandem
Veronika BergmannSozialpädagogisches Fortbildungszentrum (SPFZ) Rheinland-Pfalz
Dr. Inga BodenburgBildungswerkstatt Stellau
Dr. Hans Rudolf LeuDeutsches Jugendinstitut e.V.; WiFF (Moderation und Begleitung)
Prof. Dr. Iris Nentwig-GesemannAlice-Salomon Hochschule Berlin
Renate NieselStaatsinstitut für Frühpädagogik, München
Bianca RibicElly-Heuss-Knapp-Schule, Düsseldorf
Kornelia SchneiderFrüh Lernwerk Hamburg (ehemals DJI)
Prof. Dr. Gerhard J. SuessHochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Ursula VornbergerPädagogisches Institut München

Sprachliche Bildung

Relevanz

Durch Sprache erschließen sich Kinder die Welt. Aus diesem Grund ist die Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen von großer Bedeutung. Experten sind sich einig, dass Sprachförderung in den Alltag der Kinder integriert werden muss, um allen Kindern eine Teilhabe an der Gesellschaft und eine erfolgreiche Schullaufbahn zu  ermöglichen. Viele Bundesländer führen vor diesem Hintergrund Sprachstandserhebungen durch und leiten spezifische  Fördermaßnahmen ein. Um die Erhebungen und Fördermaßnahmen kompetent durchführen zu können, benötigen frühpädagogische Fachkräfte fachlich adäquate Weiterbildungen. Denn ganzheitliche und kindgerechte Sprachförderung ist ein komplexes Anliegen, bei dem wissenschaftliche Erkenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen berücksichtigt werden müssen.

Vorgehen

Vertreterinnen und Vertreter aus den Disziplinen Sprachpsychologie, Sprachwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Frühpädagogik und Fachkräfteausbildung reflektierten den aktuellen Stand der Fachdiskurse anhand der Expertise von Gudula List: "Frühpädagogik als Sprachförderung". Das Expertengremium erarbeitete die erforderlichen Kompetenzen der frühpädagogischen Fachkräfte für die Sprachförderung in Kitas.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Expertengruppe wurden im Mai 2011 im Wegweiser Weiterbildung "Sprachliche Bildung" veröffentlicht.

Kontakt

Tina Friederich

Mitglieder

Name Institution
Prof. Dr. Helga Andresen Institut für Germanistik an der Universität Flensburg
Prof. Dr. Ursula Bredel Universität Hildesheim, Institut für deutsche Sprache und Literatur
Tina Friederich Deutsches Jugendinstitut e.V.; WiFF (Moderation und Begleitung)
Prof. Dr. Iris Füssenich Fakultät für Sonderpädagogik der PH Ludwigsburg in Reutlingen
Prof. Dr. phil. Barbara Gasteiger-Klicpera Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Universität Graz
Christa Kieferle Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in Bayern, München
Dr. Holger Küls Berufsbildende Schule Walsrode
Dr. Hans Rudolf Leu Deutsches Jugendinstitut e.V., WiFF (Moderation und Begleitung)
Prof. Dr. Gudula List Heilpädagogische Fakultät, Universität zu Köln, i.R.
Toni Mayr Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) in Bayern, München
Dorothee Michel-Steinmann Bertha-von-Sutter-Schule Ettlingen, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung, Karlsruhe; Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft öffentlicher und freier Ausbildungsstätten für Erzieherinnen und Erzieher (BöefAE)
Prof. Dr. Monika Rothweiler Universität Bremen, Fachbereich 12: Erziehungs- und Bildungswissenschaften
Dr. Karin Jampert Deutsches Jugendinstitut e.V. (Gast), München