Hintergrund

Qualifizierung für das Arbeitsfeld Kita

Die frühpädagogische Ausbildung hat sich in den vergangenen Jahren im Spannungsfeld zweier Anforderungen entwickelt: Einerseits stieg der Bedarf an Fachkräften mit der Anzahl der Kinder, die ab dem ersten Lebensjahr in der Kita betreut werden. Andererseits sind mit dem Ausbau der Betreuungsplätze die Ansprüche an die pädagogische Arbeit und damit an die Qualifikation der Fachkräfte gestiegen. Dies hat dazu geführt, dass neue Wege in das Arbeitsfeld entwickelt und bestehende ausdifferenziert wurden und die Zahl der Nachwuchskräfte enorm gewachsen ist. weiterlesen

TV-Beitrag: "Mit dem Bachelor in die Kita"

Das Studium der Kindheitspädagogik hat an Bedeutung gewonnen: Knapp 2.400 Personen haben 2015 ein Bachelor-Studium dieses Fachs abgeschlossen. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um rund 17% erhöht. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Studiengangsmonitorings von WiFF. Doch wie kommen die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt Kindertagesbetreuung an? Dieser Frage ist das Campus Magazin auf ARD-alpha nachgegangen und begleitet eine Absolventin beim Berufseinstieg. Mit einer Einschätzung von WiFF-Leitung Professorin Anke König.

Forschung der WiFF

Welchen Stellenwert hat die Fallarbeit in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern?

Fachschulen für Sozialpädagogik erleben einen Boom: Von 2007 bis 2013 ist die Anzahl der Personen, die eine Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher beginnen, um 72% gestiegen. Neue Ausbildungsformate sind entstanden, auch die didaktisch-curriculare Ebene verändert sich. Das Lernen mit Fall- und Praxisbeispielen nimmt eine besondere Bedeutung ein. Allerdings liegen bisher kaum empirische Daten zur Unterrichtspraxis in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern vor. Daher beleuchtet ein Team der WiFF das Thema in einer qualitativen Studie. weiterlesen

Die Entwicklung der frühpädagogischen Ausbildung

Von Fröbel bis zum Deutschen Qualifikationsrahmen

Die Kindertagesbetreuung hat sich sich seit ihren Anfängen stetig weiterentwickelt. Insbesondere bildungspolitische Entscheidungen bringen immer wieder Bewegung in das Arbeitsfeld. Dies beeinflusst auch die Qualifizierung der Fachkräfte.  Ein Zeitstrahl zeigt wichtige Meilensteine von 1800 bis heute. ansehen

Aktuelle Ergebnisse der WiFF-Ausbildungsstudie

Wie werden Teilzeit-Studierende am Lernort Praxis begleitet?

Studierende, die eine Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher berufsbegleitend absolvieren, arbeiten vom ersten Ausbildungstag an in den Einrichtungen und übernehmen Verantwortung. Ein Fokus der WiFF-Ausbildungsstudie liegt deshalb auf der Frage, wie sie im Kita-Alltag fachlich unterstützt werden. Anders als es das Modell vermuten lässt, vermissen viele Teilzeitstudierende eine angemessene Begleitung am Lernort Praxis. In der Befragung nennen sie die Gründe dafür. weiterlesen

WiFF-Forum am 14./15. Dezember 2015 im BMBF

Viele Wege – ein Ziel? Die frühpädagogische Ausbildung und ihre Bedeutung für das Arbeitsfeld

Über die Entwicklung der Qualifizierungswege in das Arbeitsfeld Kita haben sich beim WiFF-Forum im Dezember 2015 rund 150 Vertreterinnen und Vertreter von Fach- und Hochschulen, Ministerien, Trägern, Gewerkschaften und Verbänden ausgetauscht. Themen bei der Veranstaltung im Bundesministerium für Bildung und Forschung waren u.a. die Bedeutung der Ausbildung für das Arbeitsfeld, Herausforderungen multiprofessioneller Teams, die Durchlässigkeit der Qualifizierungswege sowie Besonderheiten der (Teil-)Akademisierung in "Frauen-Berufen". weiterlesen

Videoclips

Stärken und Herausforderungen der frühpädagogischen Ausbildung

Mit der gesellschaftlichen Bedeutung der Kindertagesbetreuung steigen die Ansprüche an das Ausbildungssystem. Das soll möglichst viele gut qualifizierte Fachkräfte hervorbringen. Dafür wurden u.a. neue Ausbildungsmodelle und Studiengänge eingeführt. Was sind die Stärken der frühpädagogischen Ausbildung und welche Herausforderungen gibt es für die Zukunft? Das haben wir vier Expertinnen und Experten gefragt. Videos ansehen

Ausbildungen, Studiengänge und Modelle des Quereinstiegs

Ausbildung zur Kinderpflege- und Sozialassistenzkraft

Kinderpflege- und Sozialassistenzkräfte werden an Berufsfachschulen ausgebildet. weiterlesen

Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher

Die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum Erzieher findet an Fachschulen für Sozialpädagogik statt. weiterlesen

Studium der Kindheitspädagogik

Seit 2004 gibt es in Deutschland früh- bzw. kindheitspädagogische Studiengänge, die auf das Arbeitsfeld Kita vorbereiten. weiterlesen

Quereinstieg in das Arbeitsfeld Kita

Die Bundeländer haben aufgrund des hohen Fachkräftebedarfs unterschiedliche Modelle des Quereinstiegs entwickelt. weiterlesen

Interview mit DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach

"Erzieherin ist ein Bildungsberuf"

Der Deutsche Qualifikationsrahmen für Lebenslanges Lernen (DQR) stuft die Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher an einer Fachschule und ein kindheitspädagogisches Bachelor-Studium auf demselben Niveau ein. Dies hat eine heftige Kontroverse ausgelöst. WiFF hat mit DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach über mögliche Auswirkungen gesprochen. Weitere Positionen von Vertreterinnen und Vertretern aus Fach- und Hochschulen, Politik und Gewerkschaften präsentieren die Weiterbildungsinitiative und das Deutsche Jugendinstitut in dem Buch "Gleich und doch nicht gleich – Der Deutsche Qualifikationsrahmen und seine Folgen für frühpädagogische Ausbildungen". weiterlesen

Ausbildungsstätten in der Frühen Bildung 2012/13 in Deutschland

WiFF-Fachtag in Dresden

Qualifizierung künftiger Fachkräfte in der Kita

Für den Einstieg in pädagogische Berufe spielen berufspraktische Erfahrungen eine wichtige Rolle. Deshalb sind Praktika in den Einrichtungen fester Bestandteil der Ausbildung von Kita-Fachkräften. An der Ausbildungskonzeption sind Kindertageseinrichtungen jedoch in der Regel nicht beteiligt. Sie liegt in der Hauptverantwortung von Fach- und Hochschulen. Zudem wird der Großteil der Mentorinnen und Mentoren, die Nachwuchskräfte in der Praxis anleiten, nicht für diese Tätigkeit qualifiziert und auch nicht dafür bezahlt. Dies nahm WiFF zum Anlass, einen Fachtag zu initiieren, der am 10. Oktober 2014 in Dresden stattfand. Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis diskutierten die Potenziale der Kita als Lernort und Ausbildungsinstanz sowie die Rolle der Mentorinnen und Mentoren (zur Dokumentation). Dort wurde der neue Wegweiser Weiterbildung "Mentorinnen und Mentoren am Lernort Praxis" vorgestellt.

AWiFF-Projekt ÜFA veröffentlicht erste Ergebnisse

Schneller Berufseinstieg, befristete Arbeitsverträge

Die steigende Nachfrage nach Betreuungsplätzen hat vielerorts zu einem erhöhten Bedarf an pädagogischem Personal geführt. Nachwuchskräfte, die vor allem an Fachschulen, seit 2007 auch an Hochschulen ausgebildet werden, finden schnell eine Stelle: 80% sind drei Monate nach dem Abschluss erwerbstätig, nach sechs Monaten sind es 90%. Dies zeigt eine Befragung von Absolventinnen und Absolventen im letzten Ausbildungsjahr und ein Jahr danach durch das Forschungsprojekt "Übergang von fachschul- und hochschulausgebildeten pädagogischen Fachkräften in den Arbeitsmarkt" (ÜFA). weiterlesen

Workshop zu kindheitspädagogischen Studiengängen

Innovation durch Vielfalt

Neben grundständigen Studiengängen der Kindheitspädagogik haben Hochschulen Modelle entwickelt, die auf unterschiedliche Weise beruflichen Vorerfahrungen und Karrierepläne der Studierenden berücksichtigen. Was zeichnet diese Studiengänge aus und welchen Beitrag leisten sie für die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung? Diese Fragen diskutierte WiFF mit den Verantwortlichen der Studiengänge bei einem Workshop in München. weiterlesen

Position der WiFF

Qualität in der Kita bietet Chancen für den Erzieherinnenberuf

Mit dem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Einjährige wird nicht nur um Betreuungsplätze gerungen, auch Fachkräfte werden dringend gebraucht. "Beim Ausbau der Betreuungsplätze und der Personalsuche stehen allerdings mehr die Zahlen im Vordergrund als die Entwicklung von Qualität bei der Bildung und Betreuung der Kinder sowie die Attraktivität des Berufsfeldes", sagt Professorin Dr. Anke König, Leiterin der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF). " Dabei bietet der Ausbau die Chance, die Kita als Bildungsort zu etablieren und damit den Erzieherinnenberuf aufzuwerten". weiterlesen

Deutschlandfunk: Prof. Dr. Anke König im Gespräch

Deutschland im Krippenausbaufieber

Welches Personal ist für eine gute Frühpädagogik notwendig? Darauf antwortet Prof. Dr. Anke König im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Deutschland setzt angesichts des Fachkräftemangels in den Kitas auf die Erhöhung der Ausbildungskapazitäten. Allerdings gelingt es nicht, die Fachkräfte langfristig im Feld zu halten, so Anke König im Interview. Mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung biete auch die Chance, den Beruf aufzuwerten und attraktivere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dazu gehörten definierte Aufgabenprofile sowie die Möglichkeit zur Spezialisierung z.B. im Bereich Inklusion oder Familienbildung. weiterlesen und -hören

Interview

"Wir brauchen ein Gesamtkonzept für die Aus-, Fort und Weiterbildung"

Der Aktionsrat Bildung hat 2012 in einem Gutachten zur Professionalisierung in der Frühpädagogik Stellung genommen. Im Interview sprechen Prof. Dr. Roßbach und Prof. Dr. Tippelt, beide Mitglieder des Gremiums, über Chancen und Voraussetzungen der Umsetzung. weiterlesen

Publikationen

Ausbildung
Der Akademisierungsprozess im Arbeitsfeld Kita aus Sicht der Träger

Von den neu gegründeten Bachelor-Studiengängen der Kindheitspädagogik wird ein Veränderungsimpuls im Arbeitsfeld... mehr

Ausbildung
Kindheitspädagoginnen und -pädagogen im Kita-Team

Die Akademisierung frühpädagogischer Fachkräfte gilt als eine der großen bildungspolitischen Reformbewegungen... mehr

Ausbildung
Teilzeitmodelle in der Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher

Berufsbegleitenden Teilzeitmodellen kommt beim Ausbau der Fachschulausbildung eine besondere Bedeutung  zu.... mehr