FH Köln: Pädagogik der Kindheit und Familienbildung (B.A.)

VORAUSSETZUNGEN FÜR DAS STUDIUM

Fachhochschulreife (schulischer und praktischer Teil) oder Abitur bzw. vergleichbarer Abschluss.

Eine mindestens dreimonatige (13 Wochen) Vollzeit-Praxiserfahrung (Wochenarbeitszeit mindestens 35 Stunden) in frühpädagogischen Einrichtungen (Kindertageseinrichtungen, Familienzentren), Einrichtungen der Familienbildung oder Ganztagsschulen.

Für ErzieherInnen, die eine langjährige Berufserfahrung aufweisen können, jedoch über keine Fachhochschulreife verfügen, besteht die Möglichkeit einer Aufnahmeprüfung.

Quotenregelung

Keine 

Auswahlverfahren
Bewerbung über die Hochschule

Anrechnung
Keine

WISSENSWERTES ZUR STUDIENORGANISATION

Präsenzstudium, Vollzeit

Studienbeginn
Wintersemester

Studienplätze
45 Plätze pro Jahr

Erstmalig angeboten
Wintersemester 2008/2009

Zeitliche Gliederung
6 Semester; Die Veranstaltungen finden in der Vorlesungszeit an drei Tagen in der Woche in der Hochschule statt. Zusätzlich finden Blockwochen statt. Das Studium integriert zwei Praxisphasen. 

Studiengebühren
Keine Studiengebühren. Hinzu kommen jedoch Semesterbeiträge.

LEHRINHALTE

Wissenschaftliche Grundlagenkompetenz
1. Bildung, Sozialisation und Erziehung in Biographie und Lebenswelt

Wahrnehmungs- und Forschungskompetenz
2. Forschung in Praxis und Wissenschaft

Professions- und Praxiskompetenz
3. Didaktik der Bildung und Sozialpädagogik

4. Familienbildung und sozialraumorientierte Vernetzung

5. Pädagogisches Handeln im Kontext kindlicher Bildungsprozesse

Link zur Modulübersicht

WICHTIGES ZUM THEMA PRAKTIKUM

In das Studium sind zwei 13-wöchige Praxisphasen integriert, jeweils in den Semesterferien zwischen dem zweiten und dritten und vierten und fünften Semester. Eine der Praxisphasen wird, wenn möglich, im Ausland absolviert. 

Lernziele
Im Rahmen der ersten Praxisphase entwickeln und erweitern die Studierenden ihre Fähigkeiten in der Wahrnehmung der Bildungsprozesse von Kindern, der Abstimmung ihres pädagogischen Handelns auf kindliche Lern- und Bildungsformen und der Kommunikation mit Eltern innerhalb pädagogischer Einrichtungen für Kinder.

In Zusammenarbeit mit ihren PraxisstellenanleiterInnen üben sie sich in der Vorbereitung und Durchführung eigener pädagogischer Tätigkeiten und Projekte mit dem einzelnen Kind, mit Gruppen und/oder Erwachsenen und wissen, darin ihre eigenen Haltungen und Handlungsweisen zu reflektieren. Sie analysieren die Struktur, Konzeption und Praxis ihrer Praktikumseinrichtung im Kontext der in vorangegangenen Modulen (erziehungswissenschaftliche und anthropologische Grundlagen; Bildungsorte und Lernwelten; Didaktik der Pädagogik der Kindheit) erarbeiteten Theorien, Konzepte und Kriterien.

In der zweiten Praxisphase arbeiten sich die Studierenden im Kontext interkultureller und lebenslagenorientierter Fragestellungen in Praxisfelder und Methoden der Familienbildung, -beratung, sozialraumorientierten Vernetzung bzw. der expliziten Verbindung von Tageseinrichtungen für Kinder und Familienbildung ein. Sie sammeln Erfahrungen z.B. in der Durchführung von Beratungsgesprächen, Kursleitungen, der Zusammenarbeit mit anderen sozialen Diensten sowie der Konzeptionierung eines alltags- und lebensweltorientierten Angebots für Familien und Kinder und werten diese systematisch aus. In diesem Zusammenhang lernen sie, die Lebenswelt von Kindern und Familien, die kinder- und familienpolitischen Rahmenbedingungen sowie pädagogisch-didaktische Konzepte im Rahmen ihrer Praxiseinrichtungen zu erfassen und auf ihre im Studium erworbenen wissenschaftlichen Kenntnisse zu beziehen. Sie reflektieren ihnen gewohnte Lebensverhältnisse und Erziehungsnormen im Kontext der Erfahrung anderer kultureller Lebenswelten, Konzepte und Wertesysteme.

Didaktische Gestaltung
Zur Vor- und Nachbereitung der jeweiligen Praxisphase finden Blockveranstaltungen statt. Bei der Suche nach geeigneten Praxisstellen bekommen die Studierenden Unterstützung durch die MitarbeiterInnen des fakultätseigenen Praxisreferats und die Lehrenden. In der ersten Praxisphase stehen verschiedene Aufgabenstellungen der Studierenden in der Praxis im Zusammenhang mit Modulen zu den Themen Wahrnehmung, Beobachtung und Dokumentation sowie Didaktik der Pädagogik der Kindheit. In der zweiten Praxisphase sind Module zu den Themen Partizipation und pädagogisches Handeln und Genderkompetenz sowie Erziehungspartnerschaft und Stärkung elterlicher Kompetenz mit der Praxisphase verknüpft. Die Auswertung der Aufgabenstellungen erfolgt in den Modulen zur Thematik Wahrnehmung, Beobachtung und Dokumentation sowie Pädagogik der Vielfalt und Inklusion in den darauf folgenden Semestern. Während der Praxisphase finden Beratungstermine in kollegialer Beratung in der Gruppe mit anderen Studierenden und mit den DozentInnen statt.

Methodische Aspekte der Prüfungsleistungen
Lerntagebuch; Analyse und Durchführung eines Verfahrens zur Wahrnehmung, Beobachtung und Dokumentation von Bildungsprozessen; Entwicklung, Erprobung und Reflexion einer didaktischen Handlungskonzeption; Projekt- bzw. Forschungsarbeit mit Eltern; Reflexion der Praxiserfahrungen auf medialer Ebene.

Eine Qualifikation der PraxismentorInnen ist geplant.

BERUFLICHE PERSPEKTIVEN

Ausgebildet wird zu PädagogInnen der Kindheit und Familienbildung, die vorrangig in der Jugendhilfe, im einzelnen in Kindertageseinrichtungen, Ganztagsschulen, Familienzentren, in sozialraumorientierter Vernetzung und der Arbeit mit Familien tätig werden können.

DAS BIETET DIE HOCHSCHULE

Akkreditierung
Am 22.07.2008 durch AHPGS e.V. – Akkreditierungsagentur im Bereich Gesundheit und Soziales. Akkreditiert bis zum 30.09.2013.

Kooperationen
Keine Angabe

 

Fachhochschule Köln

Kontakt

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dipl. Soz. Päd. Katrin Ackermann M.A.

Studiengangsleitung
Prof. Dr. Andrea Platte

Link zum Studiengang

Steckbrief

  • Bachelor
  • Präsenzstudium
  • 6 Semester
  • für (Fach-) AbiturientInnen, ErzieherInnen