02.06.10
Anlässlich des Internationalen Kindertages äußerte sich der Brandenburgische Familienminister gestern kritisch zum Thema Betreuungsgeld: „Alle Erfahrungen zeigen: Dieses Geld kommt kaum bei den Kindern an. Mit der ´Herdprämie` werden nicht vor allem Kinder, sondern Eltern gefördert. Das ist der falsche Weg. Wer ein kinderfreundliches Land möchte, muss sich auch für die Rechte der Kinder einsetzen“.
Die schwarz-gelbe Bundesregierung will ab 2013 allen Familien, die ihre
Kinder bis zu drei Jahren zu Hause betreuen, 150 Euro monatlich zahlen. Das Betreuungsgeld würde die Steuerzahler 1,6 Milliarden Euro kosten. Baaske kommentierte: „Mit diesem Geld kann man eine hervorragende und dauerhafte Infrastruktur für
Kinder aufbauen.“ Für Klientelpolitik und Experimente bestehe angesichts des demografischen Wandels keine Zeit. Viel wichtiger sei es jetzt, „dass Betreuungsangebote für alle
Kinder preiswerter werden.“
Zum
Kindertag rief Baaske alle Eltern auf, sich viel Zeit für Ihre
Kinder zu nehmen: „An jedem Tag im Jahr sollte
Kindertag sein. Das Elternhaus ist nach wie vor der wichtigste Ort der Erziehung und Bildung von
Kindern. Gemeinsame Unternehmungen in der Freizeit spielen für ihre Entwicklung eine große Rolle. Angebote dazu gibt es in Brandenburg genug.“