Wissenschaftliche Weiterbildung: aktuelle Expertise

31.03.10

Faulstich, Peter / Oswald, Lena: Wissenschaftliche Weiterbildung. Düsseldorf: 2010.

Im ersten Teil der Expertise wird auf der Grundlage empirischen Materials die gegenwärtige Situation der wissenschaftlichen Weiterbildung dargestellt. Im zweiten Teil werden aktuelle Probleme aufgegriffen, die sich vor allem durch die Einbindung der wissenschaftlichen Weiterbildung in den europäischen Hochschulraum ergeben: Akkreditierungsverfahren, Kompetenzanerkennung, Qualifikationsrahmen und Modularisierung. Im dritten Teil wird auf einige Probleme in der wissenschaftlichen Weiterbildung hingewiesen und Handlungsoptionen aufgezeigt.

Zentrales Ergebnis dieser Expertise ist, dass die Beteiligung an der Hochschulweiterbildung in Deutschland internationalen Vergleich ernüchternd ausfalle. Im Jahre 2001 haben 3 Prozent der Personen zwischen 20 und 64 Jahren an einer der verschiedenen Formen der wissenschaftlichen Weiterbildung teilgenommen. Gerade der Hochschulabschluss ist eine signifikante Variable für die Beteiligung an wissenschaftlicher Weiterbildung. Während 6 Prozent aller Personen mit einem hohen Bildungsabschluss an einer Hochschulweiterbildung teilnahmen, waren es nur 2 Prozent derjenigen mit geringen formalen Bildungsqualifikationen.

Der Zugang für Berufstätige sei nach wie vor durch die Priorität des Erststudiums erschwert. Übergänge und Verzahnungen von Modulleistungen zwischen Aus- und Weiterbildung werden in der BA-/MA-Struktur seien bisher nicht systematisch entwickelt worden, schreiben die AutorInnen. Eine nachträgliche Anrechnung von Kompetenzen beschränke sich auf Ausnahmefälle.

Hier zum kostenlosen Download der Expertise bei der Hans-Böckler-Stiftung