22.04.10
Familienministerin Schröder plant, arbeitslose Männer für Erziehungsberufe zu qualifizieren.
Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit möchte Familienministeriun Kristina Schröder (CDU) entsprechende Umschulungen von Männern für die berufliche Tätigkeit in Kindertageseinrichtungen möglich machen.
Gegenüber der ZEIT kündigte Schröder an, dass der bisher niedrige Männeranteil beim Kindergartenpersonal so erhöht werden solle. Man habe damit bisher in Brandenburg gute Erfahrungen gemacht. "Da gibt es ehemalige Handwerker, deren Fähigkeiten heute Kitas nutzen. Diese neuen
Erzieher werden sogar von anderen Bundesländern abgeworben."
In der Planung ist auch in Anknüpfung an den Erfolg des Girls´Day ein bundesweiter "Boys' Day" an Schulen. Dieser Tag soll männlichen Schülern die Möglichkeit eröffnen, Berufe kennen zu lernen, die bislang hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden wie
Erzieherin, Grundschullehrerin oder Altenpflegerin.
Schröder macht im geringen Männeranteil in pädagogischen Berufen einen Grund davon aus, dass Jungen in der Schule schlechter abschneiden als die gleichaltrigen Mädchen. Die Abwesenheit von Männern in der Erziehung habe besonders bei jungen Migranten oder rechtsextremen Jugendlichen eine "Machokultur" zur Folge, die im Extremfall Gewalt fördere.