Hessen startet Kampagne für den Beruf Erzieher/in: "GROSSE Zukunft mit kleinen HELDEN – Werde Erzieherin/Erzieher".

21.05.10

„Der Beruf der Erzieherin und des Erziehers ist ein attraktives und zukunftssicheres Arbeitsfeld für kreative und kommunikative Personen," wirbt Hessens Familienminister Jürgen Banzer.

„Es gibt kaum eine wichtigere und schönere Aufgabe, als Kinder von klein auf beim Heranwachsen zu begleiten und ihnen zu helfen, ihre Interessen und Begabungen zu entdecken und zu entfalten. Deshalb ist auch der Beruf der Erzieherin und des Erziehers etwas ganz Besonderes. Mit der landesweiten Kampagne „GROSSE Zukunft mit kleinen HELDEN – Werde Erzieherin / Erzieher“ wollen wir auf die Attraktivität dieses Berufsfelds aufmerksam machen und mehr Menschen dafür interessieren“, erklärte der hessische Familienminister Jürgen Banzer anlässlich der Vorstellung der Kampagne im Hessischen Landtag am 11. Mai.


Aktuell und in den kommenden Jahren existiere ein kontinuierlich hoher Bedarf an Fachkräften in Kindertageseinrichtungen. Vor diesem Hintergrund habe das Hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit eine Werbe- und Imagekampagne für den Erzieherberuf entwickelt, um die Träger der Einrichtungen dabei zu unterstützen, geeignetes Personal zu finden. „Die Sicherung des Fachkräftebedarfs in Kindertageseinrichtungen ist eine grundlegende Voraussetzung zum quantitativen und qualitativen Ausbau der frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangebote in Kindertageseinrichtungen“, erläuterte der Familienminister.


Die von der Hessischen Landesregierung initiierte und bis Ende 2011 angelegte Kampagne wird auch von den kommunalen Spitzenverbänden und den Kirchen als größten Trägerorganisationen von Kindertageseinrichtungen unterstützt. An der Präsentation der Kampagne nahmen Vertreter des Hessischen Landkreistags, des Hessischen Städtetags und des Hessischen Städte- und Gemeindebunds teil.

Als Botschafter der Kampagne konnte der Familienminister "Superstar" Manuel Hoffmann, den Drittplatzierten der diesjährigen Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) gewinnen. Der 19jährige aus Wetzlar ist selbst angehender Erzieher. „Ich möchte aus eigener Erfahrung darüber berichten, wie faszinierend und vielfältig dieses Berufsfeld ist. Es ist toll, was man von den Kindern zurück bekommt, und wie man sich selbst einbringen kann. Ich will persönlich auch dafür werben, dass sich mehr Männer für den Beruf interessieren. Ich habe von der Ausbildung sehr profitiert“, so Manuel Hoffmann bei der Präsentation in Wiesbaden. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Herrn Hoffmann einen sympathischen jungen Mann für unsere Kampagne gewinnen konnten, den nicht nur Millionen von Fernsehzuschauern wegen seines herausragenden Gesangstalents ins Herz geschlossen haben, sondern der auch selbst gerade eine Ausbildung zum Erzieher absolviert. Unser hessischer „Superstar“ wird ein überzeugender Botschafter sein, der viel dazu beitragen kann, junge Leute für den Erzieherberuf zu gewinnen und auch die gesellschaftliche Wertschätzung für die Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher zu steigern“, sagte Staatsminister Banzer.


„Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige ab 2013, kleinere Gruppen und eine Stärkung des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Kindertageseinrichtungen sorgen für einen erheblichen Bedarf an zusätzlichen Fachkräften“, so der Familienminister. In den 3.849 Kindertageseinrichtungen in Hessen seien derzeit ca. 41.000 Personen tätig. Das Hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit gehe davon aus, dass durch den Ausbau der Angebote in Kindertageseinrichtungen mit einem Mehrbedarf an sozialen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen von 6.000 bis 8.000 Personen für die kommenden Jahre zu rechnen ist.


Mit der Kampagne wolle die Landesregierung verschiedene Zielgruppen ansprechen: Junge Frauen mit Mittlerer Reife oder Abitur ebenso wie junge Männer mit diesen Schulabschlüssen, die in Kindertageseinrichtungen bislang deutlich unterrepräsentiert sind, zudem Quereinsteiger, die aus einem anderen Beruf in den Erzieherberuf wechseln möchten, ferner in besonderer Weise auch Interessenten mit Migrationshintergrund, die ihre interkulturelle Erfahrung einbringen können. „Es gibt viele Wege in den Erzieherberuf. Deshalb möchte ich jedem, der daran Interesse hat, empfehlen, sich zum Beispiel von den Fachschulen beraten zu lassen, ob für ihn der Einstieg möglich ist“, riet der Familienminister Interessierten.