20.06.11
Die Bildungsarbeit in niedersächsischen Kindertagesstätten hat viele Facetten, zum Beispiel Sprachförderung, Bewegungserziehung, Naturpädagogik oder Medienarbeit.
Als Experten in ihrem jeweiligen Spezialgebiet der frühkindlichen Bildung beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der insgesamt zehn niedersächsischen Konsultations
kitas andere
Kitas. Kultusminister Dr. Bernd Althusmann hat heute in Hannover acht neue Konsultations
kitas benannt: „Das Modell der Konsultations
kitas hat sich in den letzten Jahren in Niedersachsen bewährt: Als Experten für Teilgebiete der frühkindlichen Bildung leisten die Fachkräfte dort hervorragende Arbeit und erfüllen eine Vorbildfunktion. Sie beraten nach dem Motto „Aus der Praxis, für die Praxis". Ihre Arbeit trägt in erheblichem Maße zur Qualitätsentwicklung in unseren
Kitas und damit in der frühkindlichen Bildung bei. Für ihren Einsatz danke ich ihnen herzlich", sagte Dr. Bernd Althusmann bei der Festveranstaltung, zu der Vertreter der
Kitas und ihrer Träger nach Hannover gekommen waren.
Seit 2004 leisten Konsultations
kitas mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten eine fachliche Unterstützung für die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Die Tätigkeit einer Konsultationskindertagesstätte ist auf drei Jahre begrenzt. Die beteiligten
Kitas werden vom Kultusministerium pro Jahr mit bis zu 10.000 Euro unterstützt.
Konsultations
kitas sind für Besuche von Fachkräften anderer
Kitas und für weiterführende Hospitationen offen. Sie beraten sozialpädagogische Fachkräfte aus Tageseinrichtungen und andere Interessierte über ihre eigene praktische Arbeit (Strukturen) und ihre Konzepte (Inhalte). Die Darstellung des in der Alltagspraxis verankerten pädagogischen Ansatzes und der damit verbundenen Strukturen steht im Vordergrund. Eine Konsultationskita präsentiert exemplarisch einen besonderen inhaltlichen Schwerpunkt, wirkt innovativ und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung ihrer Konzeption. Sie beteiligt sich an Fortbildung, Beratung und Vernetzung in der Region und verbreitet Inhalte auch überregional.
In diesem Jahr scheiden acht Einrichtungen aus dem Landesprogramm aus. Die neuen Konsultations
kitas ab 1. August 2011 sind:
- Kommunale Kindertagesstätte Himmelpforten
- Integratives Kinderzentrum / Integrationskindergarten Bersenbrück
- Freinet-Kinder-Tagesstätte Prinzhöfte
- Naturkindergarten St. Gangolf Wietzen
- Ev. Kindertagesstätte und Familienzentrum Baumhaus Göttingen
- Kath. Kindertagesstätte St. Christophorus-Haus Wolfsburg
- CJD Hannover - Zentrum für frühe Begabung und Förderung Hannover
- Kindertagesstätte Krähenwinkel Langenhagen
Die Kindertagesstätte der ev.-luth. Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde Lüneburg sowie der Kindergarten St. Barbara-Glückauf Damme bleiben im Programm. Jede Konsultationskita wird von einer Kita, die aus dem Programm ausgeschieden ist, als Pate weiterhin unterstützt, sodass ein langfristiger Ideen- und Erfahrungsaustausch gesichert ist.