
Liebe Leserinnen und Leser,
wer von Ihnen in den vergangenen Tagen die Presse besonders aufmerksam verfolgt hat, kennt die japanische Antwort auf den pädagogischen Fachkräftemangel an dortigen Grundschulen – sie lautet: „Saya“.
"Saya" ist ein humanoider Roboter. Er soll nicht nur die Erscheinung einer menschlichen Lehrerin, sondern auch deren Aufgaben und Pflichten im Klassenzimmer ersetzen. Absurd aber wahr und für die Japaner kein Grund zur besonderen Besorgnis. Kein Wunder, hier werden bereits Orchester von Robotern dirigiert und Kranke von eben solchen gepflegt.
Aber mal ehrlich: Wie inspirierend oder gar innovativ finden Sie persönlich die Vorstellung „humanoider Pädagogik“ an unseren Bildungseinrichtungen?
Wir können Sie beruhigen. Im Team WiFF sind wir Mensch genug geblieben, um die japanische Bildungsinnovation „Saya“ nicht ernsthaft als Alternative im Kontext des frühpädagogischen Fachkräftemangels aufgreifen zu wollen. Es gibt Themen, die uns zur Zielerreichung der WiFF wahrlich gehaltvoller und viel versprechender erscheinen.
Mit diesem Newsletter möchten wir Sie darum kurz über den aktuellen und von Menschenhand geschaffenen Arbeitstand in der WiFF informieren. Wir freuen uns jederzeit über Ihre Anregungen, Ergänzungen und Hilfen, die uns gemeinsam weiter zum Ziel führen können.
Mit besten Grüßen,
Für die repräsentative, bundesweite Befragung der Schulleiter und Schulleiterinnen der Fachschulen und Fachakademien für Sozialpädagogik in Deutschland wurde eine zufällige Stichprobe von 80 Schulen aus allen Fachschulen und Fachakademien in Deutschland gezogen.
Ab Mitte Mai wird in den ersten Bundesländern mit der Durchführung der Interviews begonnen. Ergänzend zu den Interviews an Fachschulen werden 14 weitere Interviews an Berufsfachschulen für Kinderpflege bzw. Sozialassistenz durchgeführt.
Wesentliche Themenblöcke des Interviews beziehen sich auf:
Erste Auswertungen und Ergebnisse aus der Erhebung können Sie ab Herbst 2009 auf unserer Homepage lesen. Einen Überblick über das gesamte Erhebungsprogramm in der WiFF finden Sie hier.
Transparenz im Feld der frühpädagogischen Weiterbildung herzustellen, ist eines der wesentlichen Ziele der WiFF. Zur Zeit arbeiten wir an einem ersten Feldüberblick, den wir im Sommer 2009 als Ergebnis von Internetrecherchen zur Ergänzung und Vervollständigung online stellen wollen.
Zur leichteren operativen Handhabung dieses Unterfangens hat jedes WiFF-Teammitglied die Rechercheverantwortung für ein bis zwei Bundesländer übernommen. Auf der Seite Projektteam auf unserer Homepage können Sie nachvollziehen, wie die Verantwortlichkeiten im Team verteilt wurden.
Wenn Sie uns von Modellprojekten, Kooperationen, Akteuren, Institutionen, besonderen gesetzlichen Regelungen oder Weiterbildungsanbietern im Feld der Frühpädagogik berichten wollen, wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Länderzuständigen im Projektteam, oder nutzen Sie das Kontaktformular auf unserer Internetseite.
Im Rahmen unserer Recherchen haben wir festgestellt, dass im Feld der frühpädagogischen Weiterbildung wenig Übereinstimmung über notwendige Qualitätsstandards und -konzepte besteht.
Insgesamt ist unklar, welche Qualitätsentwicklungsverfahren und -konzepte in der Praxis der Weiterbildung für frühpädagogische Fachkräfte umgesetzt werden, die über eine reine Abfrage der Teilnehmerzufriedenheit hinausgehen.
Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen vergeben wir eine Expertise, die aktuelle Qualitätskonzepte in der Weiterbildung für frühpädagogische Fachkräfte diskutiert und deren Auswirkungen für die Arbeit der Weiterbildungsanbieter prüft.
Zu den Expertisen geht es hier!
Kirsten Fuchs-Rechlin von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik
an der Universität in Dortmund hat sich mit Fragen zur Akademisierung von Fachkräften an Kindertageseinrichtung in Deutschland beschäftigt. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des Informationsdienstes "KomDat Jugendhilfe – Kommentierte Daten der Jugendhilfe" erschienen.
Dieses sind die wesentlichen Ergebnisse ihrer Auswertung:
Vertiefende Hintergrundinformationen zu den Ergebnissen und den Vollartikel von Kirsten Fuchs-Rechlin finden Sie hier.
Dieser Newsletter wird herausgegeben von der
Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte
Redaktion
Silvia Hartmann
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