22.05.11
"WiFF leistet einen sehr wichtigen, aktuell vielleicht den wichtigsten Beitrag zur Verbesserung der Aus- und Weiterbildung von frühpädagogischen Fachkräften."
Als besondere Leistung der WiFF würdigte Iris Füssenich im Interview auch die spezifische Projektpraxis, zahlreiche unterschiedliche Akteure aus Wissenschaft, Fachpolitik und Fachpraxis an einen Tisch zu bringen. Damit setze WiFF wichtige Impulse für bildungspolitische Veränderungen.
Frau Füssenich verwies kritisch auf die vielen bundesländerspezifischen Verfahren, die in der Kita-Praxis bestehen, um den Sprachförderbedarf von Kindern zu erheben. Das Vorgehen zur Sprachstandsdiagnostik müsse verbessert werden. Von 17 bestehenden Verfahren könne keines den Anspruch erheben, den Sprachstand eines Kinder vollständig zu erfassen.
Auch zum Thema "Akademisierung" bezog die Professorin für den Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation an der Fakultät für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg/Reutlingen Position: "Die Bedeutung des Elementarbereichs für die kindliche Entwicklung ist bildungspolitisch unumstritten wichtig und deshalb sollte auch das Niveau der Ausbildung möglichst hoch sein. Ich halte ein Hochschulstudium für sehr angemessen. Natürlich braucht es Zeit, bis die entsprechenden Dozentinnen und Dozenten vorhanden sind, und auch eine sinnvolle Verzahnung von Theorie und Praxis stattfindet."
Das vollständige Interview finden Sie auf den Seiten des Online Magazins
bildung+innovation.
Prof. Dr. Iris Füssenich ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der WiFF und seit knapp 2 Jahren in der
Expertengruppe "Sprachförderung" beteiligt. Sie ist zudem Autorin der WiFF-Expertise Nr. 10:
"Vom Sprechen zur Schrift. Was Erwachsene über den Erwerb der Schrift im Elementarbereich wissen sollten"