Drei neue WiFF Expertisen erschienen

09.05.11

Ab sofort können unsere drei neuen WiFF Expertisen zum Thema Sprache und Elementardidaktik heruntergeladen und bestellt werden.

WiFF Expertise Nr. 11
Gudula List: Spracherwerb und die Ausbildung kognitiver und sozialer Kompetenzen. Folgerungen für die Entwicklungsförderungen.
Die sprachliche Entwicklung von Kindern steht in engem Zusammenhang mit der kognitiven und sozialen Entwicklung. Diese Prozesse sind in vielfältiger Weise in Interaktionen mit anderen Menschen eingebettet. Frühpädagogische Fachkräfte sind sich dieser Zusammenhänge häufig nur sehr vage bewusst. In der vorliegenden Expertise beschreibt die Autorin zunächst den Zusammenhang zwischen Spracherwerb und Gedächtnis. Daran anknüpfend arbeitet sie die Rolle der Sprache für die Ausbildung von Selbstkonzepten sowie für die
Entwicklung der Fähigkeit heraus, Perspektiven von anderen Menschen wahrzunehmen. Die Autorin geht auch auf die Ausbildung der inneren Sprache ein, welche die Grundlage für das reflektierende Handeln ist. Es ist dabei ihr Anliegen, Leserinnen und Leser immer wieder auf ihr eigenes Erleben anzusprechen und auf diese Weise die Zusammenhänge zwischen Sprache sowie kognitiver und sozialer Entwicklung deutlich zu machen.

WiFF Expertise Nr. 12
Monika Rothweiler/Tobias Ruberg: Der Erwerb des Deutschen bei Kindern mit nichtdeutscher Erstsprache. Sprachliche und außersprachliche Einflussfaktoren.
Mehrsprachigkeit ist weltweit verbreitet und kein Ausnahmefall. Auch in Deutschland schreitet der Wandel von einer einsprachigen zu einer mehrsprachigen Gesellschaft fort. Bei frühpädagogischen Fachkräften bestehen
jedoch große Unsicherheiten im Hinblick auf die Einschätzung und Bewertung des Sprachentwicklungsstandes mehrsprachig aufwachsender Kinder sowie bei der Planung und Durchführung von Sprachfördermaßnahmen. Die vorliegende Expertise gibt einen Überblick darüber, welche Faktoren den kindlichen Zweitspracherwerb beeinflussen und welche Konsequenzen sich hieraus für Sprachdiagnostik und Sprachförderung ergeben. Damit bietet sie eine Hilfestellung für Fachkräfte und die Fachkräfteausbildung im Bereich der Frühpädagogik.

WiFF Expertise Nr. 13
Elmar Drieschner: Bindung und kognitive Entwicklung - ein Zusammenspiel. Ergebnisse der Bindungsforschung für eine frühpädagogische Beziehungsdidaktik.
Beziehungs- und Bildungsqualität sind in Krippe und Kindergarten eng verbunden. Wie neugierig, erkundend und selbstwirksam sich Kinder ihrer Umwelt zuwenden, hängt von ihren Beziehungen zu vertrauten Bezugspersonen ab. Nach aktuellen Forschungen ist die feinfühlige Unterstützung von Exploration und Spiel ein Schlüssel zu sicheren Bindungen zwischen Erzieherinnen / Erziehern und Kindern. Geteilte Erfahrungen und gemeinsames Denken sind Keimzellen der kognitiven Entwicklung und des kulturellen Lernens. Vor diesem Hintergrund reflektiert Elmar Drieschner interdisziplinäre Forschungen zum Zusammenhang von Bindung, kognitiver Entwicklung und pädagogischem Handeln. Er stellt Kompetenzen von Erzieherinnen und Erziehern in der bildungsbezogenen Gestaltung von Bindungsbeziehungen dar und erläutert, wie diese Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung vermittelt werden können.