17.11.10
25 ReferentInnen aus 15 Bundesländern folgten der Einladung der WiFF. Zwei wichtige Themen standen auf der Tagesordnung: „Zusammenarbeit mit Eltern“ und die "Ausbildung an Berufsfachschulen"
Die WiFF-Mitarbeiter/innen berichteten über die Expertengruppe
„Zusammenarbeit mit Eltern“ und präsentierten erste Überlegungen zum Kompetenzprofil. Darüber hinaus stellten Frau Dr. Schmidt aus Nordrhein-Westfalen, Frau Neuwirth aus Hamburg und Frau Klevenz aus Brandenburg landesgesteuerte Projekte vor, mit denen auf veränderte Bedarfslagen von Eltern reagiert wird.
Am zweiten Tag präsentierte Rolf Janssen seine
Rechercheergebnisse zu der Ausbildung an Berufsfachschulen. In der Mehrzahl der Bundesländer werden die PädagogoInnen dieser Berufsgruppe als sog. „Zweitkräfte“ in den Einrichtungen eingesetzt.
Der Recherchebericht von Herrn Janssen und die Ergänzungen aus den Bundesländern machten ein Qualifizierungs- und Durchlässigkeitsproblem deutlich: Die fachliche Reichweite der Berufsfachschul-Ausbildungen ist sehr unterschiedlich und die Abschlüsse an Berufsfachschulen werden in den Bundesländern nicht „automatisch“ gegenseitig anerkannt. In der Sitzung wurde deshalb die Gründung einer Arbeitsgruppe angeregt, die für diese Zielgruppe ein Qualifikationsprofil erarbeiten könnte, um diesen Herausforderungen fachlich zu begegnen.
Qualität und Quantität der Ausbildungen wurden im aktuellen Kontext des Fachkräftebedarfs erörtert. In diesem Zusammenhang standen die unterschiedlichen Möglichkeiten für Quereinsteiger zur Diskussion. Unterschieden wurde zwischen Quereinsteigern in die Ausbildung zur Erzieherin, die mit einer externen Prüfung zu einem staatlich anerkannten Abschluss führen und Quereinsteigern in das Berufsfeld, die eine andere, nicht einschlägige Qualifikation mitbringen. Für die zweite Variante bedarf es einer veränderten Personalverordnung. Hier sind die geltenden Regelungen in den Bundesländern z.T. sehr unterschiedlich.
Kritisch diskutiert wurde, dass verstärkt privat gewerbliche Anbieter Vorbereitungen für externe Prüfungen anbieten, die für die Interessenten teuer aber fachlich fragwürdig sind und häufig nicht zum gewünschten Erfolg führen.
Hintergrund zu den offenen Ländergruppen der WiFFWiFF lädt zwei Mal im Jahr Referentinnen und Referenten aus den Bundesländern ein, die in den Ressorts „Arbeitsfeld der Tageseinrichtungen“ und „ Ausbildung an Fachschulen bzw. Fachakademien“ tätig sind. Auf den Sitzungen werden Ergebnisse der WiFF und der aktuelle Arbeitsstand der Expertengruppen vorgestellt. Damit werden die Ländervertreterinnen und -vertreter frühzeitig über aktuelle Vorhaben der WiFF informiert und können ihre spezifischen Perspektiven in den Arbeitsprozess einbringen.
gez. Angelika Diller