20.06.11
Auf einer Landesfachtagung am Sonnabend, d. 18. Juni 2011, in der Fachhochschule Güstrow ziehen rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Zwischenbilanz ihrer inzwischen einjährigen Arbeit mit der Bildungskonzeption für 0 - 10-jährige Kinder. Außerdem werden neue Kapitel der Bildungskonzeption vorgestellt.
Die Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder, die seit Juni 2010 als Handlungsgrundlage in den Kindertageseinrichtungen angewandt wird und im Kindertagesförderungsgesetz verbindlich festgeschrieben ist, wurde gemeinsam mit der Fachpraxis von der Arbeitsgruppe weiterentwickelt und um neue Kapitel ergänzt. Dabei geht es um die drei Themenkomplexe:
- Wertorientiert handelnde Kinder,
- Ethik/Religion/Philosophie,
- Gestaltung
Gestaltung des Übergangs von der Familie in die Kindertageseinrichtung bzw. Kindertagepflege und dieLeitgedanken zu den Bildungs- und Erziehungsbereichen.
"Aus der Praxis, mit der Praxis, für die Praxis dass wir diesem Prinzip von Anfang an bei der Bildungskonzeption treu geblieben sind, hat sich sehr bewährt und wir können nun - wie in der Koalition zu Beginn der Legislatur vereinbart - einen Handlungsrahmen anbieten, der dem Grundrecht aller Kinder auf eine individuelle Förderung gerecht wird und ihnen mehr Chancengerechtigkeit einräumt", so Bildungsminister Henry Tesch.
Bereits umgesetzt wird die Bildungskonzeption zu Themen wie
- Einheit von Betreuung, Bildung und Erziehung, theoretische und didaktische Rahmenüberlegungen zur frühpädagogischen Bildung,
- Bildungs- und Erziehungsbereiche, also Ziele/Standards am Ende der Kita-Zeit, zu Kommunikation, Sprechen und Sprache, elementares mathematisches Denken, (Inter)kulturelle und soziale Grunderfahrungen, Welterkundung und naturwissenschaftliche Grunderfahrungen, Musik, Ästhetik und bildnerisches Gestalten, Bewegung,
- Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Schule,
- Konzeption zur Arbeit im Hort,
- Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern.
Minister Tesch betonte: "Die Bildungskonzeption ist damit aber für Mecklenburg-Vorpommern nicht abgeschlossen. Sie muss den Aufgaben der frühkindlichen Bildung und Erziehung als erste Phase des lebenslangen Lernens ständig gerecht werden. Entsprechend muss die Bildungskonzeption immer weiterentwickelt werden."